Mein Costa Rica

Costa Rica, die grüne Oase zwischen Atlantik und Pazifik, grenzt im Norden an Nicaragua und südlich an Panama. Vor allem landschaftlich hält der kleine Staat viele Überraschungen bereit. Die Artenvielfalt von Flora und Fauna auf engstem Raum ist weltweit einzigartig und wird durch viele Projekte nachhaltig geschützt.


Kultur & Menschen

folgt


Geschichte

Die ersten Zeichen menschlicher Besiedlung werden auf das Jahr 9000 v.Chr. datiert und wurden auf der Halbinsel Nicoya entdeckt. Um 800 - 1200 n.Chr. errichteten hier die Chorotegas das wohl größte Staats- und Siedlungsgebilde des Landes. Die Stämme der Talamanca und südlichen Pazifikregion nannten sich Bruncas und im Zentraltal sowie an der Atlantikküste siedelten Huetares.

Leider gibt es heute nur sehr wenige Zeugnisse der präkolumbianischen Kulturen da hier im Gegensatz zu den Nachbarkulturen (Mesoamerika im Norden und andine Kulturen im Süden) keine Tempel oder Pyramiden errichtet wurden und die Fläche insgesamt eine sehr geringe Siedlungsdichte aufwies. Am heute wichtigsten Nationalmonument, Guayabo (nähe Turrialba), wurden Ähnlichkeiten mit der Mayakultur nachgewiesen. Die Stadt existierte um 1000 v.Chr. bis 1400 n.Chr. Heute lassen sich einige Bewässerungsgräben, Straßen und Überreste von Rundhütten bestaunen.

Die drei großen Hauptvölker lebten meist als einfache Bauern. Hauptnahrungsmittel waren Mais sowie Maniok. Die heute noch lebenden Indigenas sind Nachfahren einer dieser drei Volksstämme.

Im 16. Jahrhundert, am 18. September 1502, landete Columbus nahe der Insel Uvita (heute Puerto Limón) und erkundete von hier aus die Küstenregionen Costa Ricas. Die erste spanische Siedlung wurde 1524 an der Ostseite des Nicoya Golfes gegründet. Im Jahr 1540 wurde Costa Rica Guatemala angeschlossen und von dort aus verwaltet. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann die Kolonialisierung und Besiedlung der zentralen Teile der fruchtbaren Hochebene. 1563 wurde die Stadt Cartago gegründet, die bis 1823 Costa Ricas Hauptstadt sein sollte. Im 17. und 18. Jahrhundert kam es zu einer Besiedlung immer größerer Landesteile durch die Spaniern, wobei die Küstenstreifen jedoch immer wieder von Piraten heimgesucht wurden.

Wie überall wurde auch hier die indigene Bevölkerung von den Spaniern unterdrückt, zu Arbeitsdiensten verpflichtet und versklavt. Die Unterdrückung wurde jedoch nicht kampflos hingenommen und in zahlreichen Aufständen gegen die spanische Herrschaft verringerte sich die Zahl der Indios auf die Hälfte.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes verlief insgesamt schleppend, da Costa Rica nur über geringe Vorkommen an Bodenschätzen verfügte und daher für die Spanier eher uninteressant war. Exportiert wurde zunächst Kakao und nach der Krise im 18. Jahrhundert vor allem Tabak. Anfang des 19. Jahrhunderts fand eine Umorientierung hin zu dem Anbau von Kaffee statt, was für einen großen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte.

Durch die Unabhängigkeitserklärung Guatemalas, am 15. September 1821, erlangte auch das zugehörige Costa Rica seine Unabhängigkeit von Spanien - völlig kampflos. Wenig später kam es dann zu Auseinandersetzungen über die politische Zugehörigkeit, welche im April 1823 im Bürgerkrieg mündeten und mit einem Sieg der Republikaner endete. Auf die Gründung der Zentralamerikanischen Förderation, am 1. Juli 1823, folgte eine Zeit der Reformen, vor allem unter Braulio Carrillos, der Costa Rica von 1835 - 1837 regierte und sich 1838 erneut an die Macht putschte. Im November 1838 wurde die staatliche Souveränität verkündet. 1942 unternahm Francisco Morazán Quesada, der frühere Präsident der Förderation, einen Ansturm auf San José, dem sich auch Vertraute Carillos' anschlossen. So musste der Diktator das Land verlassen und wurde 1945 in El Salvador erschossen. Morazán wollte anschließend als Übergangspräsident die Förderation wieder aufleben lassen und wurde schließlich im September 1942 im San José hingerichtet. Nach erneuten Kämpfen und Regierungswechseln wurde Costa Rica am 30. August 1848 zur selbständigen Republik erklärt. Der Präsident José Castro Madriz verkündete über die Verfassung wichtige demokratische Grundrechte und ersetzte die Armee durch eine Miliz.

Wirtschaftlich konzentrierte sich Costa Rica auf den Kaffeeanbau und erlangte ein relatives wirtschaftliches Wohlergehen. Es folgten Jahre politischer Unruhen und die mächtige Kaffeearistokratie festigte ihre Macht. Auch viele europäische Einwanderer versuchten ihr Glück im Kaffeegeschäft. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung entstand eine gute Infrastruktur mit Straßen und den ausgebauten Häfen Puntarenas sowie Puerto Limón. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau einer Eisenbahnlinie begonnen, die zum Atlantikhafen Puerto Limón führen sollte. Für dieses Vorhaben holte man tausende Arbeiter aus dem karibischen Raum sowie vhinesische Arbeiter ins Land. Die Beschaffung der Baumaterialien erwies sich jedoch als schwierig und das Land geriet in eine finanzielle Abhängigkeit. Der US-Amerikaner Minor Kooper Keith bot der Regierung weitere finanzielle Unterstützung an, verlangte dafür jedoch Nutzungsrechte für die Eisenbahnlinie, den Atlantikhafen sowie viele Hektar Land und begann mit dem Anbau von Bananen für den Export in die USA. 1890 wurde die Strecke schließlich fertiggestellt. Schon 100 Jahre später, im Jahr 1991, zerstörten Erdrutsche die Bahnlinie - seither wird sie nicht mehr benutzt. Costa Rica, Panama und weitere Länder wurden zunehmend zu "Bananenrepubliken" degradiert, denn Keith - der sich inzwischen mit der Boston Fruit Company bzw. United Fruit Company zusammengeschlossen hatte - gehörten inzwischen riesige Ländereien auf denen Bananenmonokulturen angebaut wurden. Die wirtschaftliche Abhängigkeit Costa Ricas von den USA nahm immer größere Ausmaße an.

Viele landlos gewordene Bauern mussten nun auf den riesigen Plantagen arbeiten und die Indigenas wurden immer mehr ins Hinterland zurückgedrängt. Costa Ricas Wirtschaft hing immer mehr vom Export von Kaffee und Bananen ab - und mit Beginn der Weltwirtschaftkrise verschärften sich die sozialen und wirtschaftlichen Spannungen. Demokratische Kräfte kamen zu mehr Einfluss und in den Jahren 1933 und 1934 kam es zu Massenstreiks der Plantagenarbeiter und als Folge wurde der gesetzliche Mindestlohn sowie ein Sozialversicherungssystem eingeführt. Während der Ära José María Figueres wurden grundlegende Reformen umgesetzt und eine neue, noch heute gültige Verfassung erlassen. Inhalte waren z.B. das Wahlrecht für Frauen, Gleichberechtigung der Schwarzen sowie die unwiderrufliche Abschaffung des stehenden Heeres. In Costa Rica herrscht Schulpflicht und das Krankenhaussystem ist staatlich.

Heute gehört Costa Rica zu den politisch stabilsten Ländern Lateinamerikas. Seit Beginn der achtziger Jahre ging durch den Fall der Weltmarktpreise für Kaffee, Bananen und Zucker das wirtschaftliche Wachstum stark zurück und große ausländische Firmen verdrängen die Kleinbauern mit ihren riesigen Plantagen. Schätzungsweise sind heute über 70 % des Bewirtschaftungsgebietes in ausländischer Hand.


Klima

Costa Rica wird der tropischen Klimazone zugeordnet. Über das Jahr gesehen schwanken die Temperaturen nur wenig. Generell gibt es mehrere Niederschlagszonen und natürlich spielt die jeweilige Höhenlage für die Temperaturverteilung eine große Rolle.

Pazifik: Auf der Pazifikseite herrscht von Dezember bis April eine ausgeprägte Trockenzeit. Ab Mai kommt es gelegentlich zu Niederschlägen und das Klima ist wechselfeucht. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 26 °C. Zentrales Hochland: Hier betragen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen 20°C und es fallen um die 2000 mm Niederschlag im Jahr.
Karibik (Atlantikbereich): von Oktober bis März liegen die Niederschlagsmengen monatlich über 400 mm wobei die Jahrestemperaturen nahezu konstant bei durchschnittlich 26 °C liegen. Tropische Tiefdruckgebiete sorgen ganzjährig für Niederschläge.


Medizinische Hinweise:

Für die direkte Einreise aus Europa sind für Costa Rica keine Impfungen vorgeschrieben.

Es werden jedoch folgende gängige Reiseimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Tollwut, Typhus und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen eventuell auch Hepatitis B.

Malaria: Ein Risiko besteht ganzjährig. Ein mittleres Risiko besteht in den Kantonen Matina und Talamanca (Provinz Limón) und Los Chiles (Provinz Alajuela), ein geringes Risiko in den ländlichen Gebieten der übrigen Landesteile, als malariafrei gelten die Höhenlagen und die Städte.

Circa 6 Wochen vor Abreise sollten Sie mit Ihrem Hausarzt individuell abstimmen welcher Impfschutz für Sie erforderlich ist.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier: www.crm.de


Ein- und Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige:

Deutsche Staatsbürger können für touristische Zwecke bis zu 90 Tage mit einem Reisepass visafrei einreisen. Der Reisepass muss mit Ankunft noch mindestens 6 Monate gültig sein. Die Ausreise sowie Flughafensteuer beträgt für Touristen aktuell 26,00 USD. Die Gebühren können am Flughafen in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden.

Botschaft von Costa Rica, Dessauer Straße 28/29, 10963 Berlin


Währung:

1 Colón = 100 Centimos
1 Euro = 751,31 CRC
100 CRC = 0,13 Euro (Stand: 22. Februar 2010)

In vielen Regionen ist auch der USD sehr verbreitet.
In den größeren Orten kann problemlos mit der Kreditkarte Geld abgeholt werden. (mit Visacard auch gebührenfrei)


Strom:

Die Netzspannung beträgt 110/220 V, 60 Hz. Sie benötigen einen Mehrfachadapter mit amerikanischer Norm.


Zeit:

UTC: - 6 h
Während der Sommerzeit: 7 h


Fremdenverkehrsamt:

Tourismusbüro Costa Rica

Severinstraße 10-12
D
50678 Köln
Tel: 

0049 (0)221 - 9311093

www.visitcostarica.com

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