
- Fotoquelle: UNESCO
Im August tagte das UNESCO Welterbekomitee in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia, um über die Aufnahme einiger Kulturstätten und Naturreservate zu entscheiden. Die Liste der UNESCO-Stätten wurde um 21 Sehenswürdigkeiten und "Naturwunder" erweitert.
Lateinamerika ging dabei nicht leer aus. Zu den 911 Stätten (704 Kulturerbestätten, 180 Naturerbestätten und 27 Stätten, die zu beiden Kategorien gehören) zählen nunmehr der Platz São Francisco in São Cristóvão (Brasilien) sowie der historische Handelsweg "Camino Real de Tierra Adentro" von Mexico City nach Texas und die Höhlen von Yagul und Mitla im Tal von Oaxaca in Mexiko dazu. Bei allen drei Orten handelt es sich um Kuturerbe bei der UNESCO.
Die UNESCO zieht zur Auswahl der neuen Welterbestätten die Kriterien "Einzigartigkeit" und "Authentizität" heran. Außerdem sind der Erhaltungszustand der Kulturstätte sowie der Erhaltungsplan für die kommenden Jahre für die Entscheidung des UNESCO-Komitees ausschlaggebend.
Südamerika im Buch entdecken
Bei dem regnerischen Wetter hier in Leipzig machten wir uns mal wieder auf die Suche nach einem spannenden Buch über Südamerika. Da wir derzeit alle keine Reise zu unseren Lieblingsländern Mexiko, Venezuela, Guatemala, Costa Rica, Ecuador und Peru geplant haben, müssen uns wenigstens andere Reiselustige mit ihren Reiseberichten für ein paar Minuten auf den fernen Kontinet entführen...
Bei dem Stöbern in der Bücherkiste fiel uns das Reisebuch von Yossi Ghinsberg mit dem spannenden Namen "Dem Dschungel entkommen" in die Hände. Und tatsächlich ... mit den ersten Worten des Autors befanden wir uns in Südamerika und erlebten die Abenteuer so gut wie "hautnah" mit.
Ein Mann allein im bolivianischen Dschungel...
Yossi Ghinsberg ist ein typischer Backpacker, der den südamerikanischen Kontinent bereist und immer für ein Abenteuer offen ist. Deswegen sagt er auch sofort "ja", als sein Bekannter Karl ihn zu einer Tour durch den Dschungel in Bolivien einlädt. Zusammen mit seinen Freunden Marcus und Kevin bricht er zu der abenteuerlichen Reise auf, die ihn an die Grenzen des Verstands bringt und ihn um ein Haar das Leben kostet...
Die Wanderung durch den bolivianischen Regenwald ist von der ersten Stunde an anstrengend. Die vier Abenteurer entfernen sich immer weiter von den Dschungeldörfern. Ihr Plan ist es, den Rio Tuichi mit einem Floß hinunter zu fahren. Doch schon bald trennen sich die Männer, denn alle haben verschiedene Vorstellungen von ihrer Reise und zudem sind die Freundschaften durch die Strapazen arg belastet.
Kevin und Yossi versuchen den Fluss allein auf dem Floß zu befahren. Doch so kommt es zu dem Drama: die beiden werden getrennt. Yossi treibt allein auf dem Floß den Rio Tuichi hinunter während Kevin allein mit einer Machete am Ufer des Flusses zurück treibt.
Ohne Karte, ohne fester Kleidung, ohne Zelt und nur mit wenig Proviant steht Yossi in der Mitte der "grünen Hölle". Seine Füße sind durch das ewige Wandern und das häufige Nasswerden schon zerschunden. Bald gehen ihm Mückenspray und Feuerzeug aus und das Moskitonetz wird zerfetzt. Die Siedlung, die er eigentlich erreichen möchte, taucht einfach nicht auf. Und dann beginnt auch noch die Regenzeit...
Insgesamt verbringt Yossi 19 Tage allein im Dschungel von Bolivien. Welche Erlebnisse er in dieser Zeit hat und wie er gefunden wird, beschreibt er sehr spannend. Wir haben das Buch innerhalb von kurzer Zeit durchgelesen. Allein die Vorstellung, dass ein Mensch allein und orientierungslos in dem endlosen Dschungel steht und am Ende seiner Kräfte ist, ließ uns einen Schauder über den Rücken laufen...
Dann empfehlen wir lieber doch eine geführte Ecuador Rundreise von MIO TOURS mit einem Abstecher in den ecuadorianischen Dschungel.
Flug nach Lateinamerika - Transit in den USA für Nicht-EU Bürger
In unserem Mexiko Blog haben wir bereits mehrmals über Transitbestimmungen für Mexiko-Reisende aus der EU berichtet. Dabei konzentrierten wir uns auf deutsche Staatsbürger, die über die USA nach Mexiko fliegen wollen sowie über besondere Bestimmungen für Kinder.
Allerdings haben wir auch immer wieder Kunden, die keine Staatsbürgerschaft eines EU-Landes (und damit meist auch nicht von dem so genannten "Visa Waiver Program" begünstigt sind) haben, aber in ein lateinamerikanisches Land fliegen möchten.
Die Flüge über die USA nach Mexiko, Zentralamerika und Südamerika sind zwar häufig etwas preiswerter, allerdings können sie von Nicht-EU-Bürgern nur wahrgenommen werden, wenn Sie ein Visum ("Nichteinanderungsvisum") für die USA haben.
Für das US-Visum muss nach der Beantragung ein Visainterview durchgeführt werden. Außerdem kostet das Nichteinwanderungsvisum derzeit USD 140.
Allein schon wegen diesen Hürden empfehlen wir allen unseren Nord-, Mittel- und Südamerika-Reisenden ohne deutschen Pass einen Direktflug oder einen Flug mit Zwischenstopp in Europa.
Mehr Infos zum Nichteinwanderungsvisum für die USA finden Sie auf der Seite der US-Botschaft.
Flug nach Lateinamerika - Transit Großbritannien für Nicht-EU Bürger
Vor kurzem kam uns jedoch auch der Fall 'Transit in Großbritannien' unter. Hier befürchteten wir, dass ebenfalls strenge Transitbestimmungen herrschen könnten, denn gerade Bürger eines südamerikanischen Staates dürfen für touristische Zwecke nicht ohne UK-Visum einreisen.
Für Großbritannien gibt es allerdings Entwarnung: Wenn es sich nur um einen Transit handelt und der Passagier nicht länger als 24 h auf dem britischen Flughafen bleibt, wird kein Visum benötigt (von den Briten: "transit without visa concession" genannt). Bei der UK Border Agency gibt es eine Liste der Staaten, die trotzdem ein Transit-Visum in Großbritannien benötigen. Hier ist uns nur Bolivien aufgefallen, dessen Bürger als einziges südamerikanisches Land selbst für den Transit ein Visum beantragen müssen.
Mit diesen Infos können Sie nun auch als Nicht-EU Bürger ohne "Magenschmerzen" an die Flugbuchung für Costa Rica, Ecuador, Venezuela oder ein anderes lateinamerikanisches Land gehen...
(Unsere Tipps sind natürlich nicht rechtsverbindlich. Wir empfehlen euch auf alle Fälle immer einen Blick auf die Seite der US Botschaft oder bei der UK Border Agency.)
Die Gletscher in den südamerikanischen Anden schmelzen
Seit vielen Jahren können die Bewohner der südamerikanischen Anden sowie Klimaforscher eindrücklich beobachten, wie die Gletscher und das "ewige Eis" auf den Andengipfeln schmelzen. Viele der Gipfel, die einst das gesamte Jahr über weiß waren, sind inzwischen nur noch wenige Monate oder gar nicht mehr beschneit. In den letzten 30 Jahren sind ca. 25% der peruanischen Gletscheroberfläche geschmolzen (Quelle: Glaciares Peru ONG). Die weltbekannte "Cordillera Blanca" verliert langsam die berühmten ganzjährig weißen Bergspitzen. Besonders eindrücklich ist das Schmelzen der Gletscher zum Beispiel beim Pastoruri und beim Vulkan Nevado Coropuna zu sehen.
Lösung: Die Bergkuppen weiß streichen
Die Nichtregierungsorganiation Glaciares Peru ONG um Eduardo Gold hat sich eine Lösung für das Problem der schmelzenden Gletscher in den Anden ausgedacht. Indem die Berggipfel, die vormals von Eis und Schnee bedeckt waren, weiß angestrichen werden, werden die einfallenden Sonnenstrahlen stärker reflektiert und die Umgebung gekühlt. Langsam sollen sich die Gletscher so wieder vergrößern und die Umgebung wasserreicher und grüner werden.
Bei der "Farbe" handelt es sich um ein Gemisch aus Kalkpulver und Wasser. Es wird mit Eimern und Kannen auf die Gipfel aufgetragen. Derzeit arbeitet das Team auf dem Chalon Sombrero in der Region Ayacucho. Seit Juni konnten sie 2 Hektar weißen. 18 Hektar stehen Ihnen auf dem Chalon Sombrero noch bevor. Insgesamt will Gold auf 3 Andenspitzen 70 Hektar weißen (Quelle: Tagesspiegel).
Mit seiner Idee hatte Eduardo Gold bei dem Wettbewerb "100 Ideen zur Rettung des Planeten" der Weltbank ein Preisgeld von USD 200.000 gewonnen. Die Organisation wird von der internationalen Wissenschaftswelt sowohl unterstützt (z.B. vom US-amerikanischen Energieminister und Nobelpreisträger Steven Chu), als auch skeptisch beobachtet.
Nach dem langen Flug von Europa nach Venezuela wird es den meisten von euch sicher "in den Füßen jucken". Ein bisschen mehr Bewegung als sonst ist dann genau das Richtige.
Nehmt doch an "Bailoterapia" teil - viele Venezolaner schwören darauf. Bei Bailoterapia werden Aerobic und karibische Tänze miteinander verbunden. Es geht nicht nur darum, ein Fitnesstraining zu absolvieren, sondern auch Spaß an der Bewegung zu haben. Der Begründer von "Bailoterapia", Pedro Moreno, bietet sein Programm nun auch jeden Sonntag im Hotel Gran Melia in Caracas an. Wer sich nach dem langen Flug oder vom Sitzen während der Venezuela Rundreise etwas "eingerostet" fühlt, kann hier mal wieder alle Gliedmaßen schütteln.




