Mein Kuba

Kuba, die größte und zugleich westlichste Insel der Antillen, liegt inmitten der karibischen Inselwelt zwischen dem Golf von Mexiko, dem Atlantischen Ozean und dem Karibischen Meer. In direkter Nachbarschaft befinden sich Jamaika (im Süden), Haiti (im Osten), die Bahamas (im Nordosten) und nach Norden hin sind es nur ca. 145 km bis nach Florida.
Rund um die Hauptinsel Kuba, die etwa 1250 km lang und zwischen 31 und rund 200 km breit ist, liegen die vorgelagerte Isla de la Juventud sowie rund 4195 Inseln und Inselchen.


Allgemeine Informationen

Palmen umsäumte Strände, Zigarren, Rum, rhythmische Musik und Ché Guevara. Darum kreisen vermutlich bei vielen die ersten Assoziationen zu der Karibikinsel, aus deren Abgeschottenheit lange nur wenig ins ferne Europa vordrang. Dabei verbergen sich auf Kuba noch so viel mehr ungeahnte natürliche und kulturelle Schätze, die zu entdecken es sich lohnt. Kuba ist in dieser Hinsicht ein wahrer Geheimtipp. Die eindrucksvolle Natur im Landesinneren und den Küsten trifft auf architektonische Schätze und den kolonialen Charme malerischer alter Städte und macht die Insel zu einer Insel der Kontraste.

Vielfältiges Naturparadies

Im Norden vom atlantischen Ozean, im Süden vom karibischen Meer geküsst, lockt der Karibikstaat mit endlosen, naturbelassenen Sandstränden am türkisblauen Wasser. Mehr als 200 ruhige Buchten mit rund 300 Sandstränden ziehen sich in rund 588 km Länge entlang der kubanischen Küste. Dabei ist besonders die farbliche Vielfalt beeindruckend: ob man am schneeweißen, 20 km langen und berühmten Strand von Varadero, dem goldglänzenden Strand Guardalavaca bei Holguin oder lieber in der fast schwarzen Bucht Duaba bei Baracoa entspannt, bleibt jedem Sonnenanbeter selbst überlassen. Zum Festland hin werden die Strände in den höheren Regionen von markanten Klippen- und Felsenformationen aus Kalkstein eingesäumt, während die tieferen Küstengebiete von dichten, grünen Mangrovenwäldern umwachsen werden, die eine Vielzahl an Wasservögeln beheimatet. Im Norden brüten hingegen große Flamingo-Kolonien. Auch unter Wasser kann man den Artenreichtum der über 900 verschiedenen Fischarten bei einer Schnorchel- oder Tauchtour um die unzähligen kleinen cayos, die Koralleninseln, erkunden, die Teil eines der größten Korallenriffs der Erde darstellen.

Im Inneren der Insel findet sich ein ganz anderes Naturparadies. Das überwiegend flache, leicht hügelige Land weist nur wenige Gebirgsregionen auf. Eine davon ist die Sierra Maestra im Südosten, mit dem 1974 m hohen Pico de Turquino als höchste Erhebung des Landes, und den faszinierenden Gesteinsformationen der Sierra de los Órganos (Orgelpfeifengebirge) im Nordwesten. Die vegetative Vielfalt Kubas reicht von Halbwüste bis hin zu tropischen Regenwäldern und immergrünen Feuchtwäldern, von denen jedoch bereits zu Kolonialzeiten große Teile für den Schiffsbau abgeholzt wurden oder später für die riesigen Tabak- und Zuckerrohrplantagen weichen mussten. Trotzdem beheimatet Kuba fast 8000 verschiedene Pflanzenarten, die meisten davon in den vielen Nationalparks, die sich über die ganze Insel erstrecken.

Spektakuläre Lanschaften

Im Norden liegen endlose Landstriche zum Teil unberührt da, gesäumt von spektakulären Fels- und Kalksteinlandschaften. Am westlichen Ende der Insel, im Viñales-Tal, erheben sich inmitten saftig-grüner Felder bizarr anmutende und Millionen Jahre alte, von Moosen und Flechten bewachsene Kalksteinkegel, die sogenannten Mogotes, aus der Talebene. Ringsherum, zwischen Fleckchen rotbraun gefärbter Erde, erstrecken sich die weiten Tabakfelder mit dem besten Tabak Kubas. Hier kann man ein spektakuläres Spiel von Licht und Schatten beobachten. Zieht der Nebel ins Tal, entsteht hier eine nahezu mystische Szenerie.

Koloniale Reichtümer

Macht man sich hingegen auf in eine der sieben Städte, dann fühlt man sich regelrecht zurückversetzt in die 1950er Jahre. Von Zigarrenrauch und lebendiger Musik begrüßt findet man sich mitten zwischen prächtigen Kolonialbauten, altehrwürdigen Oldtimern und Eselkarren wieder - Nostalgie pur. Schmale Gässchen laden zum bummeln ein und malerische Plätze zum Genießen eines erfrischenden Cocktails. Der historische Stadtkern von Althavanna und die Festung sind genauso wie die Altstadt von Trinidad und die umliegenden Ruinen der Zuckerfabriken im Valle de los Ingenios von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Die Schönheit Kubas hatte schon der Schriftsteller Ernest Hemingway erkannt: über 20 Jahre lebte er in Havanna und bewunderte auf seinen zahlreichen Hochseeangeltouren die Flora und Fauna der Insel.


Menschen und Kultur

Bevölkerung

Die Karibikinsel zählt rund 11 Millionen Einwohner und hat damit im Vergleich mit anderen Karibikstaaten eine relativ geringe Bevölkerungsdichte. Die meisten davon verteilen sich auf die Städte. Fast ein Viertel, rund 2,4 Mio., lebt in der Hauptstadt Havanna (Ciudad de la Habana), die nächst größten Städte sind Santiago de Cuba und Holguín.

Amtssprache in Kuba ist Spanisch. In den Touristenzentren wird teilweise auch Englisch und vereinzelt auch Deutsch gesprochen. Auf dem Land hingegen können die Bewohner nur Spanisch.

Die Geschichte Kubas hat in der Bevölkerung bis heute deutliche Spuren hinterlassen: sie ist ein bunter Mix aus afrikanischen, indigenen und spanischen Einflüssen. Die "weiße" Bevölkerung stellt zwar mit 65 % die überwiegende Mehrheit dar, jedoch ist durch den hohen Anteil der schwarzen Bevölkerung (rund 10%) das Erbe der Sklavenhaltergesellschaft nicht zu übersehen. Der Rest, rund 25%, sind Mestizen oder Mulatten, also gemischt-stämmige Kubaner mit den unterschiedlichsten Hautfarben. Entsprechend sind auch die Religion und die Kultur Kubas stark von afrokubanischen Elementen geprägt. Neben dem Katholizismus sind sogenannte synkretistische Religionen weitverbreitet. Die meisten Glaubensanhänger verzeichnet die Santería, eine traditionell afrikanische Glaubensrichtung mit starken naturreligiösen Einflüssen, die mit katholischen Elementen versetzt ist.

Dass Kuba jahrzehntelang vom Sozialismus regiert wurde ist heute fast noch überall spürbar. Mancherorts wirkt das Land wie aus einer anderen Zeit. Nicht nur die überall präsenten Oldtimer muten nostalgisch an. Paradoxerweise hat sich das System sehr ungleich auf die Bevölkerung ausgewirkt. Die Revolution hat langfristig nur beschauliche Erfolge gebracht hat. Durch die beispiellose Alphabetisierungskampagne und das kostenlose Bildungssystem können zwar heute fast alle Kubaner lesen und schreiben - doch auf der anderen Seite ist die Bevölkerung tief gespalten. Auf dem Land herrscht flächendeckend bittere Armut, und die meisten Kubaner werden von den Vorzügen des Tourismusbooms nahezu ausgeschlossen. Viele tägliche Gebrauchsgüter und Grundnahrungsmittel, darunter das ehemalige Hauptexportprodukt Zucker, sind permanent knapp.

Kultureller Reichtum

Auf kultureller Ebene hingegen zeigt das Land einen außerordentlichen Reichtum. In fast allen Bereichen, wie der Literatur, der bildenden Kunst, der Musik, dem Film oder dem Tanz hat Kuba bis heute immer wieder berühmte Künstler hervorgebracht. Etwa als Geburtsstätte mitreißender Rhythmen wie dem Danzón, dem Son, dem Bolero, dem Cha Cha Cha oder der Salsa, die in den USA aus von kubanischen Immigranten mitgebrachten Einflüssen entstand und ab den 1970ern populär wurde. Spätestens mit den harmonischen Klängen der Son-Musiker des "Buena Vista Social Club" trat die kubanische Musik ihren weltweiten Siegeszug an, die noch heute überall auf der Welt die kubanische Lebensfreude spüren lässt. Auch die kubanische Filmproduktion feiert mit dem jährlichen Festival International del Nuevo Cine Latinoamericano im Dezember den wohl wichtigsten Höhepunkt des lateinamerikanischen Films.

Kubanische Lebenslust

Die entwaffnende Offenheit und sprühende Ausgelassenheit der Kubaner ist zweifellos ihr größtes Kapital und überaus ansteckend. Musik und Tanz sind dabei die wichtigsten Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens und allgegenwärtig. Vor allem nachts findet man an jeder Ecke lebhafte Grüppchen, die sich meist bei rhythmischer Musik unterhalten und amüsieren und dabei nicht selten spontane Tanzeinlagen hinlegen, die sich dann schnell zu einem wild tanzenden Gewühl aus allen Altersgruppen entwickeln. Auf Kuba wird das Leben jeden Tag gefeiert.

Die kubanische Feierlust wird auch jedes Jahr im Juli unter Beweis gestellt. Der Karneval, noch ein Relikt aus Zeiten der Sklaverei, braucht den Vergleich mit Brasilien keinesfalls zu scheuen. Wenn sich abends die Stadtviertel mit Menschenmassen füllen, die in fröhlichen Paraden singend, tanzend und feiernd durch die Straßen ziehen und sich, begleitet von den wilden Klängen der Maracas, Bongos und Tumbadoras, farbenprächtig kostümierte Figuren mit temperamentvollen kubanischen Salsatänzerinnen vermischen, die in ekstatischen Freudenfesten die schwüle Abendluft mit vibrierender Lebensfreude füllen und der Rum in Strömen fließt, herrscht selbst in Kuba Ausnahmezustand.

Essen und Trinken

Typisch kubanisches Essen sucht man hingegen vergebens. Die Küche des Landes ist wie seine Bevölkerung - eine Mischung aus verschiedenen Einflüssen und überwiegend kreolisch. Das heißt es stehen vor allem Fleisch- und Huhngerichte mit viel Reis, schwarzen Bohnen und Gemüse, wie Süßkartoffeln oder Kürbis, sowie Kochbananen und Yuca auf dem Speiseplan. Durch seine geographische Lage stehen aber auch Meeresfrüchte aus eigenem Fang hoch im Kurs. Bei den Getränken hingegen machen die Kubaner alles richtig: neben der Heimat von schmackhaften Cocktails Mojito, Daiquiri oder Cuba Libre ist die Insel besonders stolz auf ihr Nationalgetränk, den Rum.


Geschichte

Entdeckung und Eroberung

Nach den Inseln Guanahani (Bahamas) und Hispaniola (heute Haiti) erreichte Christoph Kolumbus am 27. Oktober 1492 Kuba. Fasziniert von der Schönheit der Insel soll schon der Entdecker in sein Tagebuch geschrieben haben: "Das ist die schönste Insel, die Menschenaugen jemals erblickten!"

Zur Zeit seiner Ankunft war die Insel noch von Ureinwohnern besiedelt, die dort unter recht primitiven Bedingungen lebten und vermutlich bereits vor über 10 000 Jahren auf die Insel gekommen waren. Wie fast überall auf dem amerikanischen Kontinent war mit der Ankunft der Spanier deren baldiger Niedergang besiegelt. Als schließlich Diego Velázquez von der spanischen Krone den Auftrag erhielt, Kuba zu unterwerfen, waren die Einheimischen den nur 300 bestens gerüsteten Männern haushoch unterlegen. 1512 erfolgte mit der Gründung Baracoas dann die Grundsteinlegung der kubanischen Kolonisierung, die am 16. November 1519 mit der siebten Stadt und heutigen Hauptstadt Havanna abgeschlossen wurde.

Die Suche nach Gold und Silber erwies sich entgegen der Hoffnungen bald als unergiebig. Stattdessen entdeckte man im 17. Jahrhundert den Tabakanbau und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert schließlich das Zuckerrohr, welches Kuba innerhalb kürzester Zeit zur wirtschaftlichen Blüte verhalf. Bis 1840 hatte es sich zum weltgrößten Zuckerproduzenten entwickelt. Für die Arbeit auf den riesigen Plantagen griff man auf die Arbeitskraft afrikanischer Sklaven zurück, die scharenweise auf die Insel importiert wurden und deren Präsenz das Land bis heute entscheidend geprägt hat.

Nach kurzzeitiger Eroberung durch die Engländer 1762 fiel Kuba wieder zurück in die Hände der Spanier, die die Insel gegen Florida eintauschten. Der Boom durch Tabak und Zucker hielt an und führte zu einem stetig wachsendem Wohlstand in der letzten spanischen Kolonie, der den Plantagenbesitzern einen pompösen Lebensstil finanzierte und heute noch in den prachtvollen Kolonialbauten erkennbar ist. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann jedoch auch Kuba Schauplatz blutiger Unabhängigkeitskriege zu werden - das fürstliche Leben der "Zuckerbarone" war damit bald vorbei. Die kubanische Unabhängigkeitsbewegung brachte außerdem mit José Martí einen der ersten kubanischen Helden hervor: der Dichter, Schriftsteller und Journalist führte von den USA aus die Mobilisierung gegen die spanischen Truppen an und fiel 1895 im Kampf. Noch heute wird er als Märtyrer und Symbol eines freien Kubas verehrt.

Der lange Weg in die Unabhängigkeit

Mit dem Sieg über die Spanier 1898 erreichte Kuba jedoch noch nicht die ersehnte Unabhängigkeit. Stattdessen behielten die USA, die den Befreiungskampf an der Seite Kubas unterstützt hatten und schon lange ein Auge auf die Antilleninsel geworfen hatten, die politische und wirtschaftliche Dominanz über die Insel. Die Kubaner waren von der Neuordnung weitgehend ausgeschlossen. Obwohl 1902 eine unabhängige Republik unter dem ersten Staatspräsidenten Estrada Palma errichtet wurde, sicherte sich die USA durch das "Platt Amendment" erhebliche Eingriffsrechte und machte Kuba somit zu einer "Pseudo-Republik", in der alle wichtigen Entscheidungen von den USA aus getroffen wurden und den "American Way of Life" verkörperte. Die boomende Hauptstadt Havanna entwickelt sich in den 1920er Jahren zu einer schillernden Metropole und zu einem riesigen Vergnügungspark reicher US-Amerikaner als Paradies für Glücksspiel, Drogenhandel und Prostitution.

Die kubanische Revolution

Erst die Revolution bereitete dieser Glitzerwelt ein Ende. Nachdem der erste Angriff der Revolutionäre unter dem charismatischen Revolutionsführer Fidel Castro auf die Moncada-Kaserne 1953 scheiterte und Castro erst gefangen genommen wurde und später ins Exil ging, gelang den Revolutionären schließlich 1959 der Sturz des Diktators Fulgencia Batista. Am 1. Januar zogen die siegreichen Revolutionären um Castro und Ché Guevara unter gigantischen Freudentaumel in die Hauptstadt ein. Im Sozialismus sahen sie einen Ausweg aus Elend und Unterentwicklung - unter der Parole "Socialismo o Muerte" sollten sie in den nächsten Jahren tatsächlich erhebliche Erfolge in Richtung des Idealbilds einer gerechten Gesellschaft erringen. Das Revolutionsprojekt wurde jedoch schnell von starker Ablehnung der USA in Form eines Wirtschaftsembargos überschattet. Als Alternative wandte sich Kuba an die Sowjetunion. Die Wirtschaftskooperation führte zu einem unvorhergesehenen Aufschwung, Kuba florierte - und stürze umso schneller in die Tiefe, als die Sowjetunion zerfiel.

Kuba heute

Seither setzt Kuba intensiv auf den Tourismus als neue Einnahmequelle. Fidels Bruder Raúl führt seit 2008 Castros sozialistische Politik in gemilderter Version fort, und nach und nach lockern sich die strengen Auflagen in Wirtschaft und Gesellschaft. Auf der anderen Seite haben die Reformen jedoch zu einer verstärkten Ungleichheit geführt, da nur ein Teil der Bevölkerung vom Tourismus profitiert. Die Revolution verblasst immer mehr und mit ihr auch die stolzen Errungenschaften, wie das kostenlose Bildungs- und Gesundheitssystems. Vergessen ist sie jedoch noch längst nicht. Immer noch umweht vielerorts ein nostalgischer Hauch die Insel, und in zahlreichen verklärenden Liedern und Gedichten leben der "Comandante" und seine Guerilleros weiter.


Klima

Kuba liegt nördlich des Äquators - gerade so weit entfernt, dass dort ein vom Nord-Ost-Passat beeinflusstes randtropisches Klima herrscht. Dieses sorgt für ganzjährig warme Durchschnittstemperaturen von 26°-32°C. Auch die Wassertemperatur ist mit durchschnittlich 24°-28°C das ganze Jahr angenehm.

Während der Regenzeit von Mai/Juni bis Oktober sind kurze, aber heftige Regengüsse typisch. Zudem ist während der Sommermonate die Luftfeuchtigkeit mit 80% relativ hoch. Die tropischen Wirbelstürme, die sich dann über dem Atlantik bilden können, ziehen meist an der Insel vorbei. Andernfalls verfügt Kuba über ein zuverlässiges Frühwarnsystem, das größeren Zerstörungen vorbeugt.

Obwohl Kuba definitiv zu den Reisezielen gehört, die das ganze Jahr über Saison haben, ist die angenehmste Reisezeit für Europäer von November bis April/Mai. Während der Trockenzeit ist die Luftfeuchtigkeit nicht ganz so drückend und die Tagestemperaturen erreichen über 30°C. Im Januar und Februar können diese v.a. nachts mitunter auch auf etwas kühlere Werte absinken (bis zu 15°C).


Medizinische Hinweise

Bis auf einen gültigen Krankenversicherungsschutz gibt es für die Einreise nach Kuba keine medizinischen Vorschriften. Zu den normalen Standardimpfungen (www.rki.de) wird lediglich evtl. eine Hepatitis-A-Schutzimpfung empfohlen. Bei längeren Aufenthalten kann durchaus auch die Impfung gegen Typhus, Tollwut und Hepatitis-B sinnvoll sein. Kuba gilt zurzeit als malariafrei.

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Währung

Landeswährung in Kuba ist der Kubanische Peso (CUP) (Zeichen $). Dieser ist jedoch nur für die einheimische Bevölkerung bestimmt; für Touristen ist der konvertierbare Peso (CUC) das übliche Zahlungsmittel.

In Kuba ist diesbezüglich einiges zu beachten:
Wichtig ist, dass mit Geldkarten (EC/Maestro/Postbank) auf Kuba weder Geld abgehoben noch damit bezahlt werden kann und die Bargeldbeschaffung mit Kreditkarten auch nur in bestimmten Fällen möglich ist (in den größeren Städten und nur für VISA/Mastercard).

Kreditkartenzahlungen werden akzeptiert, sofern sie von deutschen Bankinstituten sind (Eurocard, Mastercard, Visa). Kreditkarten von US-amerikanischen Instituten (American Express, Diners Club inkl. Tochtergesellschaften wie z.B. Citibank) werden nicht angenommen. Auch der US-Dollar ist nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Ein Umtausch ist in den Wechselstuben möglich, jedoch nicht ratsam, da in diesem Fall eine Provision von 10% einbehalten wird.

Es ist daher äußerst sinnvoll, genügend Bargeld (Euro) mitzunehmen. Dieses kann man auf Kuba bei allen kubanischen Banken oder offiziellen Wechselstuben (CADECAs, casas de cambio) zum geltenden Tageskurs umtauschen. Nicht benutzte CUC können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Der Ausfuhr von kubanischer Währung ist verboten.

Barzahlungen in Euro sind nur vereinzelt möglich. Euroschecks und Scheckkarten werden nicht akzeptiert. Als Alternative bzw. Ergänzung zu Bargeld und Kreditkarte sind Reiseschecks in Euro eine weitere Option (von nicht-amerikanischen Banken ausgestellt!).

Beim Kauf ist außerdem zu beachten, dass Preise grundsätzlich mit dem Dollar-Zeichen versehen sind - unabhängig davon, ob nun der CUP oder der CUC gemeint ist. Fragen Sie im Zweifelsfalls daher besser gezielt nach. Auch im Sprachgebrauch ist oft nur von "Pesos" die Rede. Zur Unterscheidung wird für den CUP jedoch häufig "Dolar" oder "Divisa" benutzt.


Ein- und Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Reisende müssen bei der Einreise einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass vorweisen. Kinder müssen einen eigenen Kinderreisepass mit Foto mitführen. Zusätzlich benötigt man für Kuba eine Touristenkarte. Diese erhalten Sie bei Buchung von Pauschalreisen direkt vom Reiseveranstalter. Andernfalls kann man die Touristenkarte auch für 22 Euro bei der kubanischen Botschaft bzw. dem kubanischen Konsulat in Bonn bzw. Berlin anfordern (ist hierzu keine persönliche Erscheinung vor Ort möglich, fällt zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro an!).

Die Touristenkarte berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Eine einmalige Verlängerung über max. 30 Tage kann vor Ort bei der Einwanderungsbehörde (Inmigración) vorgenommen werden.

Zusätzlich müssen Kuba-Reisende seit Mai 2010 bei der Einreise einen gültigen Krankenversicherungsschutz nachweisen, der eventuelle medizinische Behandlungen auf Kuba für den gesamten Reisezeitraum abdeckt.
Reisende ohne ausreichenden Versicherungsschutz können sich eine von einer kubanischen Versicherung ausgestellte Police am Flughafen bzw. Hafen ausstellen lassen.

Bei der Ausreise wird eine Gebühr von 25 CUC erhoben. Diese ist am Flughafen bar zu entrichten!

Wir empfehlen unbedingt, sich hierzu im Vorfeld der Reise nochmals bei kubanischen Auslandsvertretungen (Botschaft bzw. Konsulat) rückzuversichern, da kurzfristige Änderungen der Einreisebestimmungen möglich sind.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KubaSicherheit.html?nn=361990

Zu detaillierten Informationen über Ein- und Ausfuhrbestimmungen (z.B. für Tabakprodukte) informieren Sie sich am besten direkt beim kubanischen Zoll (http://www.aduana.co.cu/) oder bei der Botschaft.


Strom

Die Stromspannung beträgt i.d.R. 110 V, manchmal auch 220 V.
Sie benötigen einen Mehrfachadapter mit amerikanischer Norm.

Wichtig: unbedingt einen Adapter mitbringen, da diese in Kuba nur sehr schwer erhältlich sind!
Zu beachten ist außerdem, dass Kuba teilweise unter Stromengpässen leidet und so manchmal außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen vornimmt, um Strom zu sparen.


Zeit

November bis März: Central Standard Time (CST): MEZ -6h
April bis Oktober: Central Daylight Time (CDT): MESZ -6h bzw. 5h

Der Zeitunterschied von 6 Stunden bleibt normalerweise auch während der Sommerzeit erhalten, da auch Kuba in den letzten Jahren eine Zeitumstellung veranlasst hat. Jedoch findet die Umstellung nicht regelmäßig statt, sodass während der europäischen Sommermonate auch ein Unterschied von 5 Stunden möglich ist. Informieren Sie sich deshalb bei Reisen noch einmal zur Sicherheit vor Ort zur Umstellungszeit.


Sicherheit

Kuba ist gerade im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern ein sehr sicheres Reiseland und hat die niedrigste Kriminalitätsrate in ganz Lateinamerika. Trotzdem sollte man natürlich auch dort wie überall sonst die üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen, d.h. stets auf seine Wertgegenstände achten, besonders an sehr touristischen und überlaufenen Orten, da es in letzter Zeit dort häufiger zu Diebstählen kommt. Man sollte deshalb nicht sein gesamtes Bargeld mit sich führen sondern lieber sicher im Safe aufbewahren.
Generell sind die Kubaner gegenüber Touristen sehr freundlich und hilfsbereit.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KubaSicherheit.html


Wichtige allgemeine Hinweise

Auf Kuba sollten Touristen einige Regeln beachten, die aus europäischer Sicht vielleicht etwas ungewohnt sind. Kubaner bekommen schnell Probleme, wenn sie sich mit Touristen zeigen. Für Zigarrenverkäufer etc. können hier sehr schnell sehr hohe Strafen drohen. Generell gilt, auch auf nett klingende und vermeintlich kostenlose Angebote von den vielen sogenannten jineteros (z.B. für Vermittlung von Unterkünften, Souvenirs, Führungen) besser nicht einzugehen.

Trinkgelder

Trinkgeld ist zwar nicht verpflichtend, aber man sollte es geben. Taxifahrer, die Bedienung in den Restaurants und das Hotelpersonal erwarten etwa 10% Trinkgeld. Viele arme Kubaner versuchen, irgendwie vom Tourismus zu profitieren und sind oft auf Trinkgelder angewiesen, da ihr offizielles Gehalt mehr als mager ist. Schon 1 CUC pro Tag ist für manche Angestellte in touristischen Einrichtungen deshalb sehr viel Geld und gilt durchaus als angemessen.

Kleidung

Zusätzlich zur normalen leichten Sommerkleidung sollte man unabhängig von der Reisezeit auf jeden Fall Pulli und Jacke im Gepäck haben, da Restaurants und Hotels oft stark klimatisiert sind. Dort wird außerdem gepflegte Kleidung erwartet, d.h. für Herren beispielsweise lange Hosen.


Fremdenverkehrsamt

Botschaft der Republik Kuba

Stavangerstr. 20
10439 Berlin

Telefon: +49 (0)30 44 71 73 19
Fax: +49 (0)30 91 64 553

Webseite: http://www.cubadiplomatica.cu/alemania

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