Arequipa und der Süden Perus

Arequipa Vulkan Misti Peru

Arequipa

Bei Arequipa handelt es sich um die zweitgrößte Stadt Perus, die im Süden des Landes ca. 1000 km entfernt von Lima liegt. Aufgrund der "gemäßigten" Höhe von nur 2350 m Höhe besitzt Arequipa ein angenehmes Klima mit vielen Sonnenstunden im Jahr. Die Stadt eignet sich perfekt als erste Höhenstufe für eine langsame Akklimatisierung in den peruanischen Anden. Die beeindruckende Vulkankulisse und die schönen Kolonialgebäude aus weißem Tuffstein (deswegen heißt Arequipa auch "die weiße Stadt") verleihen dem Ort ein ganz besonderes Flair. Um Arequipa herum grünt und blüht es das ganze Jahr - hier wird bei milden Temperaturen ausgiebig Landwirtschaft betrieben.

Auf der Plaza de Armas, an der auch die schöne Kathedrale Arequipas liegt, herrscht jeden Tag ein reges gesellschaftliches Leben. Das lässt sich besonders gut von den Restaurants und Bars im ersten Geschoss der um den Platz stehenden Gebäude beobachten. Nicht weit von dem zentralen Platz befindet sich Kirche "La Compañía", die eine tolle Mestizenbarock-Fassade sowie eine wunderbar ausgeschmückte Sakristei besitzt. Besonders berühmt ist das Kloster Santa Catalina, das wie eine eigene kleine Stadt mit Gassen, Plätzen, Bäckerei etc. wirkt (heute ist der größte Teil des Kolsters unbewohnt und den Touristen zugänglich).

Gern wird auch das Museum Santuarios Andinos besucht, in dem sich die "Eisfrau Juanita" - eine Mumie aus dem 15. Jahrhundert - befindet. Geübte Bergsteiger können sich am Vulkan Misti oder am Chachani (6075 m) ausprobieren.


Colca Canyon Peru

Colca Canyon

Von Arequipa erreicht man innerhalb von ca. 4 h die Provinzhauptstadt Chivay, die im wunderschönen Colca Tal liegt. Schon die Fahrt durch das Naturreservat Salinas-Aguada Blanca, wo meist Lama- und Alpacaherden zu sehen sind, ist beeindruckend. Von dem 4910 m hohen Patapampa bietet sich ein toller Blick auf die 6000er Ampato, Sabancaya und Hualcahualca. Von dort geht es auf 3650 m hinunter in das grüne Valle de Colca, das von den typischen Terrassenfeldern geprägt ist. Die Thermalbäder in Chivay und bei Yanque sind sehr ordentlich und bieten Entspannung nach der anstrengenden Fahrt.

Von Chivay dauert es noch einmal ca. 2 Stunden bis zum Mirador Cruz del Condor, der bereits im felsigen Cañon de Colca liegt. Zwischen dem Río Colca, dem tiefsten Punkt des Canyons, bis zur Spitze der umliegenden 5000er befinden sich ca. 3000 Höhenmeter. So gesehen gehört der Cañon de Colca zu den tiefsten Canyons der Welt. Der Mirador (Aussichtspunkt) wird fast täglich von Kondoren überflogen, die in der Morgensonne mithilfe der aufsteigenden Luft in die Höhe schweben. Auch der Colca Canyon eignet sich für mehrtägige Wandertouren und Bergsteigen.


Nazca Linien Peru

Die Nazca-Linien

Südlich von Lima, in der Pampa Colorado, befinden sich die berühmten Líneas de Nazca. Die Linien verlaufen im trockenen Boden der Steinwüste. Sie wurden von der Nazca-Kultur zwischen 450 und 600 n. Chr. in den Boden "gescharrt" und verteilen sich auf einer Fläche von insgesamt mehr als 350 qkm. Aufgrund ihrer riesigen Ausmaße sind sie nur aus der Luft zu erkennen. Rundflüge starten in der Stadt Nazca, mitunter auch in Ica.
Die deutsche Mathematikerin und Geogfrafin Maria Reiche erforschte die Bilder ab Mitte des 20. Jahrhunderts und entdeckte die phantasievollsten Figuren: zum Beispiel einen Kolibri, einen Affen, einen "Marsmenschen" sowie viele geometrische Figuren.


Dünen Wüste Ica Peru

Ica und die Oase Huacachina

Das Klima Icas ist ganzjährig warm und angenehm - die Sonne hört nie auf zu scheinen. Die Stadt wird von beeindruckenden Sanddünen umgeben, die viele Fun-Sportler anlocken. Trotz der Trockenheit ist Ica auch ein bedeutendes Landwirtschaftszentrum. Mit Hilfe von Tröpfchenbewässerung wird der Wüstenboden fruchtbar gemacht - hier wächst alles: Spargel, Bohnen, verschiedene Obstsorten und natürlich Weintrauben. Weinliebhaber können sich in einer der vielen Bodegas (Weingüter) in der Umgebung Icas über die Produktion des peruanischen Weins und des Traubenschnapses Pisco informieren.
Die Oase Huacachina liegt ca. 6 km außerhalb von Ica. Mitten zwischen den Sanddünen befindet sich ein kleiner See mit schwefelhaltigem Wasser, der von Hotels, Restaurants und Palmen umgeben ist. Die Oase stellt einen wunderbaren Ausgangspunkt für Wanderungen in der Dünenlandschaft und natürlich fürs "Sandboarden" dar.


Seelöwen Islas Ballestas Peru

Der Paracas Nationalpark und die Islas Ballestas

Kaum ein Tourist vermutet, dass es in Peru eine richtige Wüste gibt. Tatsache ist, dass südlich von Lima bis an die Grenze von Chile eine trockene Küstenwüste zu finden ist. Besonders beeindruckend ist der Gegensatz zwischen dem blauen, tosenden Meer und dem dürren Stein- und Sandboden der Wüste auf der Paracas Halbinsel. Obwohl das Gebiet so lebensfeindlich erscheit, lebt hier eine Vielzahl an Seevögeln und Seelöwen. Die Halbinsel ist inzwischen ein Naturschutzgebiet. Es lassen sich Spaziergänge an der Küste unternehmen, zum Beispiel zum "Mirador de los Lobos" oder zur ehemaligen Catedral - ein Steinbogen, der leider bei dem Erdbeben von 2007 zerstört wurde. Eine Tour über die Salzstraße zu verschiedenen Aussichtspunkten in der Paracas Wüste sowie zum "Roten Strand" lohnt sich.

Vor der Küste liegen die Islas Ballestas, die ebenfalls unter Naturschutz stehen. Nur aller 4 bis 5 Jahre dürfen Arbeiter die Insel betreten, um das wertvolle Düngemittel Guano (den Vogelkot) abzubauen. Auf den zerklüfteten Inseln wohnen riesige Seevogel-Kolonien: Pelikane, verschiedene Tölpelarten, Kormorane, Möwen, Seeschwalben und sogar Pinguine stimmen eine lustige Kakophonie an. Nicht nur für Vogelbeobachter ist der Ausflug zu den Inseln ein tolles Erlebnis. Die Seelöwenfamilien, die faul auf den Klippen und am Strand der Inseln liegen, sind ebenfalls sehenswert. Mit etwas Glück tauchen auch Delfine oder sogar die Fontäne eines Wals im Meer auf.
Auf dem Weg zu den Islas Ballestas passieren die Boote ein Scharrbild an der Küste der Paracas Halbinsel, das einen mehrarmigen Kerzenleuchter darstellt. Der genaue Ursprung des "Candelabro" ist nicht bekannt - es wird jedoch davon ausgegangen, dass er nicht von der Nazca-Kultur stammt.

Rufen Sie uns an!
+49 (0)341 52 99 878
Schreiben Sie uns!
info@mio-tours.de
Reiseanfrage
für Ihre ganz
persönliche Rundreise
E-mail Formular
Deutsches Reiserecht Hanse Merkur

Rundreisen