Cuzco und das Heilige Tal der Inkas

Plaza de Armas Cuzco Kathedrale Peru

Cusco

Cusco (auch "Cuzco") zählt zu den beliebtesten Zielen in Südamerika und darf bei keiner Peru Rundreise fehlen. Von hier aus lässt sich die berühmte Inka-Stadt Machu Picchu an einem Tag erreichen. Aber auch viele andere Ziele in der Umgebung (Sacsayhuaman und das Valle Sagrado) sowie die interessante Innenstadt Cuzcos und das multikulturelle Flair der Andenmetropole laden zum längeren Verweilen ein.

In Cusco ist deutlich zu sehen, welche Zerstörungswut die Spanier bei Ihrer Eroberung des südamerikanischen Kontinents mitbrachten, aber auch wie stabil die Inka-Architektur ist. Viele der Kolonialbauten im heutigen Cuzco stehen auf den Grundmauern alter Inka-Tempel. Das bekannteste Beispiel ist der Sonnentempel "Coricancha", auf dem die Kirche Santo Domingo erbaut wurde. Während die Kirche bereits mehrmals durch Erdbeben zerstört wurde, sind die perfekt gemeißelten und zusammen gefügten Inka-Mauern bis heute einwandfrei erhalten.
Für die Innenstadt Cuscos (Plaza de Armas mit der Kathedrale Cuzcos und der Kirche La Compañía; Kirche und Kloster La Merced; Iglesia de San Francisco; Convento Santa Catalina und Casa Concha; die Gasse Hatun Rumiyoc mit dem zwölfeckigen Stein) sowie das Künstlerviertel San Blas sollten mindestens zwei Tage eingeplant werden.

Achtung - Cusco liegt auf ca. 3350 m! Wer von Lima direkt hierher fliegt, sollte die Besichtigungstouren langsam angehen lassen.


Sacsayhuaman, Kenko, Puca Pucara und Tambo Machay

Einen weiteren Tag in Cuzco sollte man für den Besuch der Inka-Ruinen in der näheren Umgebung einplanen.
Die Ruinen von Sacsayhuaman liegen oberhalb Cuscos und sind auch fußläufig - abhängig von der jeweiligen Kondition - innerhalb von 30 min bis 1 h zu erreichen. Hier verblüffen die riesigen Steinquader, aus denen die Mauern des Komplexes zusammen gesetzt wurden. Einer der Monolithen wiegt sage und schreibe 200 Tonnen! Bis heute ist nicht geklärt, wie die Inkas und ihre Arbeiter solche Gewichte bewegen und aufeinander schichten konnten. Von Sacsayhuaman bietet sich ein wunderschöner Blick über Cusco, das sich in ein Tal zwischen den umliegenden Gipfeln schmiegt.
Von Sacsayhuaman ist es gar nicht weit bis Kenko, einer heiligen Anlage der Inkas zu Ehren der Erdgöttin Pachamama, die zum Teil in einen Felsbocken geschlagen ist. Dahinter liegt die "Rote Festung" Puca Pucara. Wenn am Abend die Sonne untergeht, leuchtet die Ruinenanlage wunderschön im roten Licht der letzten Sonnenstrahlen. Gleich in der Nähe liegt Tambo Machay, ebenfalls eine Anlage der Inkas, die um eine Quelle herum gebaut wurde. Die Brunnen sind angeblich "Jungbrunnen" - wer das Wasser trinkt, erhält ewige Jugend und Fruchtbarkeit.


Chinchero Kunsthandwerk Peru

Das Heilige Tal der Inkas ("Valle Sagrado")

Das Valle Sagrado ist landschaftlich äußerst reizvoll und birgt viele beeindruckende Inka-Stätten. Überall zeigen sich die schneebedeckten Spitzen der umliegenden 5000er und 6000er. Terrassenfelder aus der Zeit der Inkas werden bis heute für den Abau von Kartoffeln und Quinua genutzt.

Wer direkt von Lima nach Cuzco fliegt, sollte sich zunächst einige Tage im Valle Sagrado aufhalten, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Schöne Ausgangspunkte für Touren sind Urubamba (2870 m) und Ollantaytambo (2750 m). Oberhalb von Ollantaytambo befindet sich eine der bekanntesten Inka-Festungen. Der Aufstieg über die hohen Stufen ist sehr anstrengend, der Blick über das Heilige Tal ist dafür dann umso schöner. In Ollantaytambo hält außerdem der Zug von Cuzco nach Machu Picchu.

Wer einen typischen Markt besuchen möchte, der sollte Sonntags entweder nach Pisac (3000 m) oder nach Chinchero (3770 m) fahren. Während der Markt in Pisac sehr groß, aber auch schon sehr touristisch ist, sieht das Markttreiben in Chinchero etwas übersichtlicher aus. Die Märkte finden außerdem auch am Dienstag und am Donnerstag statt. Sowohl in Pisac als auch in Chinchero gibt es kleinere Inka-Ruinenanlagen.

Von Urubamba aus lohnt sich auch ein Abstecher zu den Salinas von Maras (Salzfelder) und anschließend zu den Trichterfeldern von Moray. Beide Stationen können auch zu Fuss (am besten zusammen mit einem Guide) erwandert werden.


Machu Picchu Peru

Machu Picchu

Die Ruinenstadt Machu Picchu stellt den Höhepunkt ein jeder Rundreise durch Peru dar. Nicht nur ihre atemberaubende Lage, sondern auch die vielen ungeklärten Fragen im Zusammenhang mit den Funktionen der Stadt und der einzelnen Tempel üben auf Touristen und Forscher eine große Faszination aus.

Um nach Machu Picchu zu gelangen, muss der Zug ab Cusco oder ab Ollantaytambo genommen oder entlang des Inka Trails gewandert werden. Während der Bahnfahrt ändert sich langsam die Vegetation, denn Machu Picchu ist von Bergnebelwald umgeben. Der Zug endet in Aguas Calientes, einem kleinen Touristenort unterhalb von Machu Picchu. Von hier geht es mit Bussen eine Serpentinenstraße hoch zum Eingang der berühmten Ruinenstadt.

Es lohnt sich, die wunderbar erhaltene Inka-Stätte außerhalb der Haupt-Touristenzeiten zwischen 10 bis 15 Uhr zu besichtigen. Gleich kurz hinter dem Eingang bietet sich der erste spektakuläre Blick über die gesamten Gebäude und Terrassenfelder. Machu Picchu teilt sich in einen Wohn- und einen agrikulturellen Bereich auf. Oberhalb der Terrassenfelder befinden sich die Wege zum Sonnentor (hier mündet der sogenannte "Inka Trail") und zur "Puente Inca", einer alten Holzbrücke in halsbrecherischer Lage. Im "Wohnteil" der Inka-Anlage sind vor alem der Tempel des Kondors, der Sonnenstein "Intihuatana" und der Palast der Prinzessin sehenswert. Für einen Rundgang sollten mehrere Stunden eingeplant werden.

Um einen Blick von oben auf die sagenumwobene Inka-Anlage, die nie von den Spaniern gefunden wurde, werfen zu können, muss der Aufstieg auf den benachbarten Berg, den Huayna Picchu, gewagt werden. Achtung - die Besucherzahl ist hier auf 400 pro Tag begrenzt.


Choquequirao

Bei Choquequirao handelt es sich um eine bislang wenig besuchte Inka-Stadt, die ebenfalls in der Region Cuzco oberhalb des Río Apurímac liegt. Die Gebäude und Tempel von Choquequirao befinden sich in einem sehr gut erhaltenen Zustand. Bis jetzt haben die Archäologen nur knapp die Hälfte der Anlage freigelegt.

Die Ruinen sind derzeit nur zu Fuß in einer 2- bis 3-tägigen Wanderung zu erreichen. Aufgrund ihrer Größe und Bedeutung wird die Stadt jedoch schon mit Machu Picchu verglichen. Besonders beeindruckend sind die Bewässerungsanlagen und Kanäle, die sich durch den gesamten Komplex ziehen. Große Rätsel geben die "Lama-Terrassen" den Forschern auf: In die dunklen Terrassen-Mauern sind Lamas aus hellem Stein eingelassen.

In Zukunft - sobald die Infrastruktur es zulässt - wird Choquequirao sicherlich ebenso bedeutend wie die Ruinenstadt Machu Picchu werden.


Inka Trail Machu Picchu Peru

Der Inka Trail

Eigentlich ist es falsch, von "dem Inka Trail" zu sprechen, denn die Inkas legten ein weit verzweigtes Netz an Wegen durch ihr gesamtes Reich (bis nach Ecuador) an. Mit "Inka Trail" bzw. "Camino Inka" ist ein bestimmtes Wegstück vom Kilometer 84 der Bahnstrecke zwischen Cusco und Aguas Calientes bis nach Machu Picchu gemeint. Bei der 3- bis 5-tägigen Wanderung werden verschiedene kleinere, idyllisch gelegene Inka-Komplexe erlaufen. Der höchste Pass während der Wanderung ist der "Abra de Warmiwañusca" mit 4198 m. Für den Inka Trail und auch die kürzere 1- bis 2-tägige Version ist eine Anmeldung erforderlich - die Wanderungen sind nur noch bei lizenzierten Agenturen buchbar. Da ein tägliches Limit von 500 Wanderern eingeführt wurde, ist der Camino Inka in der Hauptsaison häufig schon lange vorher ausgebucht. Eine frühzeitige Anmeldung ist daher empfehlenswert.

Für andere Wanderstrecken nach Machu Picchu, zum Beispiel den weniger bekannten "Salcantay Trek", ist keine vorherige Anmeldung erforderlich. Aber auch hier gilt, dass nur Wanderer mit einer guten Kondition und einer ausreichenden Akklimatisierungsphase in den peruanischen Anden an der mehrtägigen Wanderung teilnehmen sollten. Die Höhe und die Wegstrecken sollten nicht unterschätzt werden.

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