Der Südosten Venezuelas

Ciudad Bolivar

Ciudad Bolívar

Ein toller Ausgangspunkt für Touren in das Orinoco-Delta oder in den Nationalpark von Canaima ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Bolívar, Ciudad Bolívar. Geprägt ist die Stadt von einem kolonialen Stadtkern mit farbenfrohen Häuserzügen und einem atemberaubenden Blick auf den Orinoco. Für Historiker ist diese Stadt sehr interessant, denn Ciudad Bolívar war Mittelpunkt der venezolanischen und südamerikanischen Geschichte. Hier agierte der berühmte Freiheitskämpfer Simón Bolívar, der das Land in den Unabhängigkeitskrieg führte. Bolívars Truppen erkämpften 1819 in der Schlacht von Boyacá in den Anden die Unabhängigkeit von Kolumbien. Damals, als die Stadt noch San Tomás de la Guayana de Angostura hieß, traf hier der Kongress von Angostora zusammen, um die Republik von Gran Columbia (mit den heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador und Venezuela) auszurufen. 1846 wurde sie dann zu Ehren ihres Nationalhelden in Ciudad Bolívar umbenannt.


Orinoco Delta

Das Orinoco-Delta

Der Orinoco schlängelt sich mit einer Länge von 2.140 Kilometern durch Venezuela und ist der drittgrößte Fluss Südamerikas. Der Fluss entspringt am Berg Delgado Chalbaud nahe der Grenze zu Brasilien und mündet im Atlantik. Der Río Casiquiare, einziger natürlicher Kanal der Welt, verbindet den Orinoco mit dem Rio Negro, der schließlich in den Amazonasstrom mündet. Diese Gabelung des Flusslaufes ist ein Naturphänomen der besonderen Art. Bei hohem Wasserstand fließt das Wasser des Orinoco über den Casiquiare in den Rio Negro und nicht durch das Orinocodelta in den Atlantik.

Mit einer Fläche von mehr als 40.000 Quadratkilometern ist das Orinoco-Delta das zweitgrößte Fluss-Delta der Welt. Das Delta ist von einem enormen Tierreichtum und Erdölvorkommen geprägt. Vor seiner Mündung in den Atlantik verzweigt sich der Strom in etwa 40 Haupt- und mehr als 300 Seitenarme, wodurch tausende Inseln entstehen. Diese Region ist vom Menschen unberührt und die Tierwelt ist einzigartig. Hier leben eine Vielzahl von farbenfrohen Vögeln wie Tukane und rote Fliegenschnapper, aber auch einige vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Jaguar, der Ozelot oder die Waldhunde.

Kanu Menschen im Orinoko Delta

Besonders beeindruckend ist das gigantische Delta aus der Vogelperspektive. Erlebnisreich ist auch der Besuch entlang der unendlich vielen Wasserwege. Hier treffen Sie auf die im Orinoco-Delta lebenden Warao-Indígenas, die Kanu-Menschen. Ihr Geschick im Umgang mit dem Kanu lernen sie schon im Kindesalter. Sie leben seit Generationen im Delta und ernähren sich vom Fischfang und der Jagd.


Unterlauf des Orinoco - Río Caura

Der Río Caura bietet seinen Besuchern einmalige Natur- und Kulturerlebnisse. Der Caura ist ganzjährig mit dem Boot befahrbar und wird von einem dichten Dschungel umgeben. Er ist ein südlicher Nebenfluss des Orinoco und mündet rund 200 km südwestlich von Ciudad Bolívar in den Hauptstrom. Die Farben der venezolanischen Flüsse reichen von hellgrau bis gelb. Der Orinoco gehört zu den weißen Flüssen, wohingegen der Río Caura zu den Schwarzwasserflüssen zählt. Die unterschiedliche Farbgebung lässt sich auf die Vegetation am Ufer und die chemische Zusammensetzung der Flussbetten zurückführen.

An manchen Stellen ist der Caura von Inseln, Stränden und großen Granitfelsen geprägt. An anderen wird er von wilden Stromschnellen und Wasserfällen unterbrochen. Am Ende des Unterlaufs münden zwei Stromschnellen in eine riesige Lagune mit dem langen Sandstrand El Playón. Der Dschungel, der den Río Caura umgibt, ist Lebensgrundlage für zahlreiche Vögel und Tiere. Am Ufer des Flusses leben die Yekuana Ureinwohner.


Canaima Nationalpark und der Salto Angel

Im Südosten Venezuelas erwarten Sie die berühmten Tafelberge, die Tepuyes (Tepui = Pemón Wort für Berg). Die sandsteinfarbenen Festungen erheben sich dramatisch aus der unendlich grünen Graslandschaft. Einmal lebendig erlebt, lassen Sie einem dem Atem stocken. Entstanden sind sie vor Jahr Millionen durch Erosion von Wind und Wasser. Manche Tepuyes haben neben der außergewöhnlichen Artenvielfalt noch einen zusätzlichen Reiz - einen Wasserfall. In Venezuela finden Sie den höchsten Wasserfall der Welt. Der Salto Angel stürzt aus einer Höhe von 979 Meter vom Auyán-Tepuy hinab in die Tiefe.

Dieser einzigartige Tafelberg liegt im Nationalpark von Canaima. Mit seinen 30.000 km² gehört er zu den größten Nationalparks der Welt und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Im Westen des Nationalparks liegt die Lagune von Canaima mit traumhaften Badestränden und zahlreichen Wasserfällen, wie dem El Sapo.


Roraima Tafelberg

La Gran Sabana und der Tafelberg Roraima

Weiter östlich, nahe der Grenze zu Guyana und Brasilien, liegt die berühmte offene Graslandschaft La Gran Sabana. Hier gibt es die größte Konzentration von Tafelbergen. Der größte unter ihnen ist der 34 km2 große Roraima. Sein Plateau ist rund 2700 m hoch und sein Gipfel liegt auf 2810 m Höhe. Wie die anderen Sandsteinberge in diesem Gebiet hat auch der Roraima eine kahle Felsoberfläche, die vom Regen und Wind glatt gewaschen wurde.

Da die Oberflächen der Tepuyes seit Millionen von Jahren keinen Kontakt zu den unteren Schichten hatte und es somit zu einer thermischen Isolation gegenüber dem Regenwald kam, kommen hier 80 % der Flora und Fauna endemisch vor, d.h. nur hier und sonst nirgendwo anders auf der Welt. Auf den Tafelbergen wachsen hauptsächlich Flechten, Gräser und verschiedene Orchideen. Der nährstoffarme Sandsteinboden ist aber auch Lebensgrund für fleischfressende Pflanzen. Nur wenige Lebewesen können sich dieser Umgebung anpassen. Die Tierwelt beschränkt sich auf Frösche, Echsen, Schlangen, Mäuse und Vögel.  

Der Roraima kann auf einer abenteuerlichen Tour sogar bestiegen werden. Die Trekkingtour ist relativ einfach und der Berg ohne technische Fähigkeiten zu besteigen. Für eine Tour sollte man ca. 5 Tage einplanen, damit genügend Zeit für die Erkundung des riesigen Plateaus auf dem Tepui bleibt.


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