Der Südwesten Venezuelas

Los Llanos in Venezuela

Los Llanos

Die Los Llanos, eine gigantische Tiefebene, erstreckt sich über etwa ein Drittel Venezuelas. Das einzigartige Ökosystem umfasst eine Fläche von rund 300.000 km² in Venezuela und weiteren 250.000 km² in Kolumbien. Die Ebene besteht fast ausschließlich aus Grassteppe. Nur einzelne Steifen Galeriewald entlang der Flussufer sowie einige Wälder durchziehen das Landschaftsbild.

Die größten Flüsse der Region sind der Apure, Meta, Arauca und Capanaparo. Sie alle sind Nebenflüsse des gigantischen Orinoco. In der Regenzeit schwellen die Flüsse enorm an und stellen die Llanos oft wochenlang unter Wasser; in der Trockenzeit hingegen verwandelt die Sonne die gleichen Gegenden in trockene Wüsten mit tiefen Rissen. In der Trockenzeit versammeln sich alle Tiere an den wenigen Wasserlöchern - es ist eine perfekte Reisezeit für eine legendäre Tiersafari.

Caiman

Naturliebhaber finden in den Llanos unendlichen Reichtum an wild lebenden Tieren, z.B. Kaimane und Orinoco-Krokodile, Wasserschweine (cabybaras), Piranhas, Anakondas oder Süßwasser Delfine. Für Vogelbeobachter ist diese Region ein Paradies. In der Trockenzeit erheben sich hunderte von rosa Ibissen auf einmal in die Höhe und zahlreiche Reiher waten am Ufer entlang. Über 360 Vogelarten leben in den Los Llanos - ein Viertel aller Vogelarten Venezuelas.

Auf jeden Fall darf bei einer Reise in die Tiefebene der Besuch eines Hato, so nennt man die Viehfarmen, nicht fehlen. Es ist für Besucher unvergesslich, nachts bei einem Barbecue neben einem Lagerfeuer gemeinsam mit den Einheimischen, ein saftiges Steak und den Anblick des Sternenhimmels zu genießen. Dazu lauscht man der Joropo Musik - den typischen Klängen einer Harfe, dem Rhythmus der Los Llanos. Abgerundet wird das Erlebnis von den zahlreichen Tier- und Vogelstimmen der Nacht.


Andenbergkette

Die Andenregion

Eingerahmt von der Sierra de la Culata und der Sierra Nevada liegt der Bundesstaat Mérida im Nord-Westen des Landes. Er ist ein Topziel für Outdooraktiviäten jeglicher Art: von Trekking, über Mountainbiking und Rafting führt es auch Paragliding im Programm.

Die gleichnamige Hauptstadt des Bundesstaates ist Mérida. Deren Einwohner (Merideños) werden durch die traumhafte Lage der Stadt verwöhnt, denn Mérida befindet sich auf einem Hochplateau, in ein saftig grünes Tal geschmiegt. Es wird von den 5 höchsten Andengipfeln u.a. dem Pico Humboldt (4942 m) und dem Pico Bolívar, dem mit 5007 m Höhe höchsten Gipfel in Venezuela, überragt.

Teleferico Merida

Mit einem der 5 Gipfel verbindet sich ein besonderer Superlativ: Die längste und höchstgelegene Teleférico (Seilbahn) der Welt führt in vier Etappen auf den Gipfel des 4765 Meter hohen Pico Espejo. (Derzeitig jedoch außer Betrieb!) Von der zweiten und dritten Station aus werden zahlreiche Touren angeboten, beispielsweise zum 400 Jahre alten Indianerdorf Los Anteojos. Nach einer wunderschönen Wanderung gibt es dort auch die Möglichkeit, zu übernachten. Ganz oben auf dem Pico Espejo ist es übrigens immer frostig kalt, denken Sie also daran, warme Kleidung mitzunehmen und auch die Sonnencreme nicht zu vergessen. Vorsicht auch vor der Überanstrengung in der Höhe! Bitte lassen Sie es oben gemächlich angehen.

Doch die Stadt Mérida bietet noch mehr als ihre Seilbahn. Der koloniale Kern liegt im Norden des Stadtgebietes und das Herz der Stadt schlägt wie üblich rund um die idyllische Plaza Bolívar. An der Ostseite steht die Kathedrale. Außerdem wird der Platz von stattlichen Regierungsgebäuden und Einrichtungen der Universität gesäumt. Als lebhafte Universitätsstadt bietet Merída ein vielseitiges Kultur- und Nachtleben.

Pueblo Andina

Besonders schön sind die Umgebungsziele von Mérida, so z.B. das reizvolle Bergdorf Jají; ein fast vollständig restaurierter Ort mit sehr schöner kolonialer Architektur. Die weißgetünchte Kirche, kleine Kunsthandwerksläden, Essenstände und alte Häuser mit Balkonen säumen die große Plaza. Etwas weniger touristisch präsentiert sich da hingegen das Dorf Mucuchíes, ein 400 Jahres altes pueblo andino. Ein Bummel durch die Seitenstraßen mit seinen herrlichen Häuschen und kleinen Läden, wo gewebte Ponchos verkauft werden, ist sehr lohnenswert. Sehenswert ist auch das Dorf San Rafael mit seiner beeindruckenden Steinkapelle, ein Bau des Einheimischen Juan Félix Sánchez.

Espeletia

Der Nationalpark Sierra de La Culata , nördlich von Mérida, wird von einer Steppe mit dem Namen Piedras Blancas geprägt. Es ist ein herrliches Wandergebiet. Aktivität verspricht eine Wanderung zum Pico El Águila (4118 m). Dazu passiert man zunächst einmal den Paso del Cóndor auf 4007 m Höhe, dem höchsten Straßenpass Venezuelas. Auf dem Gipfel El Águila angekommen, findet der Wanderer eine einmalige Ödlandschaft, die sogenannte Páramo mit seinen zahlreichen frailejones (Espeletia) vor. Ein großartiger Panoramablick über diese einzigartige Landschaft wird Sie für alle Strapazen belohnen.

in den Anden

Vom Pass ist der nächste sehenswerte Punkt die Laguna Mucubají (3540 m). Der See, einer der größten der Region, ist idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung zur Laguna Negra, einem kleinen Bergsee. Oder man wählt den weniger bekannten Wanderweg zu der Laguna Victoria.

Ein beliebtes Reiseziel für Hochgebirgswanderungen ist der Nationalpark Sierra Nevada. Der Park liegt östlich von Mérida und hat die höchsten Gipfel Venezuelas: Pico Bolívar, Pico Humboldt und Pico Bonpland. Bergsteiger mit wenig Erfahrung sollten diese Gipfel keinesfalls alleine besteigen, sondern auf einen erfahrenen einheimischen Bergführer vertrauen. In Mérida gibt es zahlreiche Tourenanbieter dafür. Ein leichteres und sehr schönes Wanderziel in der Sierra Nevada ist das Bergdorf Los Nevados. Auf 2440 m Höhe schmiegt es sich in die Gebirgskette. Eine optimale Wanderung dauert 3 Tage/ 2 Nächte.


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