Der Izabal See und die Karibik

Auf Ihrer Guatemala Rundreise werden Sie von der Naturschönheit dieser nordöstlichen Region begeistert sein. Das Departement Izabal ist nach dem Petén das zweitgrößte Guatemalas und das einzige mit Zugang zur Karibik. Der Izabal See ist mit 590 km² der größte See Guatemalas. Umgeben wird er von der Sierra de las Minas, der Sierra de Santa Cruz und den Montañas del Mico. In diesem Departement gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken: die einzige Burg des Landes, kunstvolle Stelen, gigantische Bananenplantagen und den wichtigsten Hafen. Außerdem können Sie das Lebensgefühl der Garífunas (Guatemalteken afrikanischer Abstammung) kennenlernen.


Quiriguá

Quiriguá

Der Weg zur archäologischen Stätte von Quiriguá führt durch endlose Bananenplantagen. Zwischen den Pflanzenreihen sind Seilzüge installiert, auf denen die grünen Stauden aufgehängt und in Verpackungshallen gebracht, desinfiziert und zum Export weiter transportiert werden.

Die Ruinen, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, liegen inmitten dieser gigantischen Plantagen und hier stehen die schönsten Stelen Zentralamerikas. D.h. hier gibt es weniger Tempel zu bewundern, sondern vielmehr die über und über mit Hieroglyphen und Reliefs bedeckten Stelen, die senkrecht in die Erde gerammt wurden. Die Stelen sind wie Geschichtsbücher, denn sie erzählen die wichtigsten Ereignisse der Mayahochkultur während des 5. Und 6. Jh.. Die größte Stele E hat eine Höhe von 10,60 m, ein Gewicht von 65 t und trägt das Datum 24. Januar 771.

Neben den Stelen gibt es gut erhaltene Zoomorphen. Das sind Monolithen, die mit göttlichen, tierischen und menschlichen Merkmalen versehen sind. So zeigt z.B. der Zoomorph P ein Monster oder Krokodil. In seinem aufgerissenen Maul sitzt der Erbauer mit Schild und Zepter.


Puerto Barrios

Die Departementshauptstadt an der Bahía de Amatique hat eine sehr junge Geschichte, die eigentlich erst mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Puerto Barrios über Guatemala Stadt und weiter nach Puerto San José am Pazifik begann. Als Hafen wurde der Platz jedoch schon von den Mayas genutzt, was eine gefundene Jadeplatte, die viel Ähnlichkeit mit den Reliefs in Tikal aufweist, beweist.

Ende des 16. Jh. entdeckten die Spanier diesen Platz. Nur 200 Jahre später entwickelte sich Puerto Barrios zum Umschlagplatz für den Export von Kaffee, Bananen und Chicle (der Rohstoff für Kaugummi). Bald gerieten die Eisenbahn und der Hafen in die absolute Abhängigkeit der United Fruit Company. Zu Hochzeiten lief der gesamte Bananenexport des Landes darüber. Bis der Niedergang des Bananenimperiums eingeläutet wurde und Puerto Barrios immer mehr verfiel. Heute passiert nicht mehr viel in der Ortschaft, die Menschen dösen in der Hängematte und man wartet auf bessere Zeiten. Als Tourist schlendert man durch die Straßen und genießt einfach die tropische Atmosphäre.


Rio Dulce

Rio Dulce und Livingston

Livingston ist nur mit dem Boot zu erreichen. Entweder man nimmt die Lancha (Boot) von Puerto Barrios oder dem Rio Dulce aus. Die Bootsfahrt über den Rio Dulce ist einmalig. Die steilen Ufer sind zu beiden Seiten üppig bewachsen. Ab und zu leuchtet eine Fischerhütte durch das Dickicht hindurch. Die Fischerfamilien sind mit Einbäumen unterwegs und werfen ihre Netze aus. Auf der Bootsfahrt sieht man zahlreiche Pelikane (pelicano), die auf Fischfang sind und sich nah dem Boot ins Wasser stürzen. Am Ufer verweilen Reiher (garzas blancas).

Rio Dulce

Hinter jeder Flussbiegung eröffnet sich ein neues fantastisches Bild in üppigem Grün. Fährt man in die Seitenarme entlang, kann man Mangroven bewundern. Ein besonders interessantes Projekt im Rio Dulce Gebiet ist das Projecto Ak´Tenamit. Es wird privat und kirchlich finanziert und ist eine große Unterstützung für die hier lebenden Kéchi-Maya. Hier werden z.B. Primär- sowie Sekundärschüler unterrichtet, es gibt aber auch eine "Flussklinik".

Livingston

In Livingston angekommen, wird man überrascht sein. Denn hier ist es so völlig anders, als in den restlichen Stationen einer Guatemala Reise. Hier geht alles einen Tick langsamer und relaxter. Überall aus den kleinen bunten Hütten dringt Reggae Musik und auf der Veranda sitzen alte Damen, die einem kleine Zöpfe flechten. Hier erlebt man ein Stück Karibik in Guatemala. Die Menschen gehören größtenteils zu den Garífunas. Ihre Ahnen sind ehemalige afroamerikanische Sklaven, die einen Schiffbruch vor Guatemala erlitten hatten und fliehen konnten. In Livingston leben aber auch Ladinos und Indígenas friedlich zusammen

Castillo San Felipe de Lara

Fährt man von Livingston mit dem Boot zurück zur Ortschaft Rio Dulce (El Relleno), besucht man am besten noch das Castillo San Felipe de Lara. Es liegt auf einer kleinen Halbinsel am Eingang zum Izabal See. Es ist eine kleine verwinkelte Burg, die 1651 zum Schutz gegen die Piraten aus einer bereits kleineren Anlage hervorgegangen ist. Doch weder Kanonen noch die schwere Bronzekette, die als Schutz im Wasser lag, verhinderten das Eindringen von Piraten. Die Burg musste nach Bränden und Attacken mehrere Male wieder aufgebaut werden. Steigt man aus dem Boot aus und erklimmt das Dach der Burg, kann man auf der einen Seite zum Rio Dulce und in die andere Richtung zum Izabal See schauen. Das Ambiente ist so klassisch, dass man sich fast wie im Film "Fluch der Karibik" fühlen kann.

Rufen Sie uns an!
+49 (0)341 52 99 878
Schreiben Sie uns!
info@mio-tours.de
Reiseanfrage
für Ihre ganz
persönliche Rundreise
E-mail Formular
Deutsches Reiserecht Hanse Merkur
Mexico-Mio