Die Anden in Kolumbien

Die westliche Hälfte Kolumbiens wird durch die Anden geprägt. Die drei Andenkordilleren haben im Süden ihren Ursprung und werden durch mächtige Flusssysteme eingeschnitten. Geschichtsträchtige Städte, sanfte Täler, tiefe Schluchten und aktive Vulkane stellen den Reiz der vielfältigen Landschaften dar.

Im nördlichen Teil sind koloniale Dörfer wie Villa de Leyva, eingebettet in geschwungene Bergketten, charakteristisch für die Landschaft. In der südlichen Andenregion geben archäologische Fundstätten Rätsel über vergangene Hochkulturen auf, grüne Hügellandschaften und majestätische Vulkanberge schmücken die Region und lebhafte Städte wie Cali oder Popayán laden zu einem Besuch ein.


Andenhochland

Andenhochland

Das Andenhochland nördlich von Bogotá ist eines der dicht besiedelsten Gebiete Kolumbiens. Das Departamento Bocaya ist die "Wiege der Freiheit", da hier die alles entscheidende Schlacht im Kampf um die Unabhängigkeit Kolumbiens ausgetragen wurde. Gut erhaltene Kolonialdörfer wie Villa de Leyva locken viele Besucher an.

Villa de Leyva

Villa de Leyva

Villa de Leyva ist eine im Jahr 1572 gegründete Kolonialstadt, circa vier Stunden von der Hauptstadt Bogotá entfernt. Das Herzstück Villa de Leyvas ist die riesige "Plaza Mayor" - über den 14.000 Quadratmeter großen Platz ritt auch schon der Freiheitskämpfer Simon Bolivar. Kopfsteingepflasterte Straßen, einstöckige, weiß getünchte Häuser mit Ziegeldach und Balkonen vermitteln den Eindruck, man sei im Spanien des 16. Jahrhunderts. Verschiedene Häuser wurden zu Museen umfunktioniert und mehrere Kloster sowie Kirchen sind typische Sehenswürdigkeiten bei einer Besichtigung des Ortes. In der "Casa de Nariño" verstarb im Jahr 1823 der Vorreiter der Unabhängigkeit - Antonio Nariño. 

Ein besonderes Highlight ist der Besuch der Stadt im Dezember. In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember ("Nacht der Kerzen") sind die Bürgersteige, Balkone und Terrassen mit brennenden Kerzen dekoriert. Ein atemberaubendes Feuerwerk rundet die Nacht ab. 

Die Umgebung Villa de Leyvas ist reich an Fossilien, weshalb ein Museum mit u.a. einem 20 Meter hohem Kronosaurier eingerichtet wurde. Das astronomische Zentrum "El Infiernito" beherbergt Überbleibsel des Muisca-Volksstammes.

Im sich anschließenden Departamento Santander kommen vor allem Actionsuchende auf ihre Kosten. Hier werden unter anderem Rafting und Paragliding praktiziert. Die friedliche Kolonialstadt Barichara ist eine Attraktion.

Barichara

Barichara

Barichara wurde zu einem der schönsten Dörfer in Kolumbien gekürt und 1978 zum Nationaldenkmal erklärt. Der Ort befindet sich auf einem Hochplateau an einer steilen Abbruchkante des Cañons Río Suárez. Der Name (Barichara bedeutet in der Chibcha Sprache "Ort zum Ausruhen") ist hier Programm - das friedlich, verschlafene Örtchen wirkt wie aus einem Bilderbuch entsprungen. Die Kathedrale aus Sandstein, kleine rot geziegelte Häuser in denen sich Kunsthandwerker und Maler angesiedelt haben, verkörpern pure Idylle. Barichara ist auch beliebter Drehort für Filmproduktionen und Austragungsstätte des Internationalen Filmfestivals Barichara. 


Südwesten Kolumbiens

Der Südwesten Kolumbiens ist Anlaufpunkt für einige der interessantesten und abwechlungsreichsten Höhepunkte des Landes. Geschichtsliebhaber aber auch Naturverliebte kommen hier auf ihre Kosten. Gleich drei der UNESCO Welterbestätten befinden sich in den südlichen Anden.

San Agustín

San Agustín

Eine der Hauptattraktionen im südlichen Kolumbien (Departamento Huila) ist die Kultstätte San Agustín. Die meisterhaften Entwürfe und Umsetzungen der knapp 500 Steinfiguren spiegeln das komplexe Denkvermögen der hoch entwickelten San-Agustín-Kultur, eine der ältesten Kulturen in Lateinamerika, wieder. Sie begannen etwa 500 v. Chr. mit der Herstellung der Skulpturen und verschwanden dann gegen 1000 n. Chr. auf rätselhafte Weise spurlos.

Die Statuen verwirklichen den religiösen Glauben, die Symbolik und Magie des Volkes. Der unter UNESCO Weltkulturerbe stehende Park ist in vier Abschnitte gegliedert. Auf knapp 2000 Quadratkilometern können gewaltige Begräbniskomplexe, Steinstatuen, Gräber sowie der "Wald der Statuen" erkundet werden - bringen Sie genügend Zeit mit, um mehr über die rätselhafte und noch unerforschte Kultur und ihre Hinterlassenschaften zu erfahren. 

Tierradentro

Die archäologische Ausgrabungsstätte Tierradentro ist neben San Agustín von besonderer Bedeutung. Im "tief verborgenen Land" eingebettet in tiefe Schluchten und geschwungene Bergketten werfen die archäologischen Spuren einige Rätsel auf. Die Kultur von Tierradentro (870 v. Chr. bis 630 n. Chr.) hatte unter anderem ganz eigene Begräbnisrituale - tiefe, unterirdische Grabanlagen und komplexe Wandbemalungen geben Aufschluss über die zwei Phasen (zuerst Erdbestattung, erst später folgte die Verbrennung) des Begräbnisses.

Salsa in Cali

Cali

Die drittgrößte Stadt Kolumbiens ist die mitreißende Hauptstadt des Salsa. Kulturelle Aktivitäten, historische Orte, Freizeitmöglichkeiten bei Tag und bei Nacht, Tanz- und Straßenfeste sind im Gesamtpaket ein wahres Tourismus Mekka. Auch kulinarisch wird viel geboten: deftige Gerichte mit viel Fleisch (Arroz atollado oder Sancocho de Gallina) oder süße Überraschungen auf Grundlage des Zuckerrohrs. 

Das angenehme Klima mit Durchschnittstemperaturen um die 26°C laden auch zu einem längeren Besuch ein.

In der näheren Umgebung stehen zum Beispiel das Zuckerrohrmuseum in Santa Elena, der Trockenwald "El Vinculo" oder das Archäologische Museum Calima Darién zur Verfügung.

 

 

Popayán

Die bedeutende Kolonialstadt Popayán (Departamento Cauca) wurde 1537 gegründet und ist auch unter dem Namen "Weiße Stadt" bekannt. Bei einem Spaziergang entlang der kleinen Gassen mit ihren weiß getünchten Häusern und der markanten Straßenbeleuchtung begegnen einem bestens konservierte, schmuck- und prunkvolle Kirchen wie z.B. San Francisco, Santo Domingo, La Ermita, San Agustín und die eigentliche Kathedrale Basílica Nuestra Señora de la Asunción sowie eine Vielzahl interessanter Museen, die über die Geschichte und Religiosität der Universitätsstadt informieren.

Die "Universidad del Cauca" ist eine renommierte Universität mit neun Fakultäten und hat zahlreiche bekannte kolumbianische Persönlichkeiten hervorgebracht. Neben den imposanten Bauwerken ist vor allem die Karwoche eine beliebte Zeit, um Popayán zu besichtigen, da zu dieser Zeit die beeindruckenden Osterprozessionen stattfinden, die sich sogar seit 2009 auf der UNESCO Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit befinden

Von Popayán sind Ausflüge zum traditionellen Markt in Silvia sowie in den Nationalpark Puracé möglich.

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