Mein Venezuela

Venezuela ist zweifelsohne eines der vielfältigsten Länder Südamerikas. Neben der schneebedeckten Bergwelt der Anden, den gigantischen Tafelbergen, den Regenwäldern im Amazonas, den sumpfigen Orinoco-Delta und der Tiefebene der Llanos begrüßt es seine Gäste mit 3500 Kilometer Karibik-Küste. Das beliebteste Karibikziel ist natürlich die Isla Margarita. Die Insel liegt nur einen Katzensprung von der Nordküste des Festlandes entfernt und garantiert exotische Badeferien. Auch das Tropenarchipel Los Roques lockt mit traumhaften weißen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und zahlreichen Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten. 


Kanumenschen

Kultur und Menschen

Venezuela ist ein typischer Ölstaat und abhängig von der Importware aus dem Ausland. Daher mag wohl auch das mangelnde Vorhandensein einer eigenen charakteristischen Kultur herrühren. Lediglich 2% der Bevölkerung sind Ureinwohner. Ca. 535 000 Indigene leben verstreut im Land, wie die Warao im Orinoko-Delta, die Pemón im Südosten von Guyana die Guajiro nördlich von Maracaibo oder Yanomami im Amazonasgebiet.

Rund 95% der Landesbevölkerung sind Katholiken. Auch große Teile der indigenen Bevölkerung haben den katholischen Glauben angenommen.

In Venezuela spielt der Naturschutz eine besonders wichtige Rolle. Derzeitig gibt es in Venezuela 42 Nationalparks - rund ein Drittel des Landes steht unter Naturschutz. Hier treffen Sie auf eine unsagbar vielfältige Flora und Fauna. Auf dem Land erleben Sie Jaguare, Ozelote, Tapire, Anakondas und Ameisenbären in ihrer natürlichen Umgebung. In den Flüssen leben Piranhas und in den Baumwipfeln Papageien, Ibisse oder Loros. Mit dem Konzept des ökologisch sanften Tourismus versucht Venezuela seinen Artenreichtum zu schützen und trotzdem touritisch attraktiv zu sein.

Venezuela bringt die meisten Schönheitsköniginnen weltweit hervor. Die plastische Chirurgie boomt, auf zwei Restaurants in Caracas kommt ein Schönheitssalon und ein Fünftel des Einkommens einer Venezolanerin geht für die Schönheitspflege drauf. Für die Männer ist Baseball der Nationalsport. Man spielt es im ganzen Land - ob auf dem Platz oder ganz zwanglos auf einer Baustelle oder am Straßenrand. Im North American Major League Baseball spielen dementsprechend eine ganze Reihe guter venezolanischer Sportler.

Musik und Tanz ist wie in jedem lateinamerikanischen Land ein wichtiger Bestandteil der Freizeit und des täglichen Lebens der Venezolaner. Die Jugend hört Reggaetón - mit dem typischen Latinobeat und anzüglichen Songtexten, außerdem Salsa, Merengue und herzzerreißende Liebesballaden. Der beliebteste traditionelle Rhythmus hingegen kommt von den Cowboys aus den Los Llanos - der "joropo", ein hoher Nasalgesang in Begleitung einer Harfe.


Geschichte

Christoph Columbos betrat 1498 als erster Europäer venezolanischen Boden. Ihm folgten spanische Expeditionen auf der Suche nach dem Mythos von El Dorado ("Dem Goldenen") - einem Land, wo es Gold im Überfluss gäbe. Die Suche führte jedoch zu einer unerbittlichen Eroberung und raschen Kolonisation - El Dorado wurde nie entdeckt...

Ciudad Bolivar

Nun kam der Kreole Simón Bolívar ins Spiel - er übernahm die Führung der Revolution. In der Schlacht von Boyacá, im August 1819, zog Bolívar mit seiner Streitmacht über die Anden und schlug die Spanier in die Flucht. Kolumbien erreichte dadurch als erstes seine Unabhängigkeit. Nur vier Monate später rief der Kongress (heute Ciudad Bolívar) den neuen Staat Gran Colombia (Großkolumbien) mit den Staaten Kolumbien, Ecuador und Venezuela aus. Wobei Venezuela damals noch unter spanischer Herrschaft stand. Den entscheidenden Sieg für die Unabhängigkeit Venezuelas errangen Bolívars Truppen am 24. Juni 1821 in der Schlacht von Carabobo. Bis Ende 1824 hatten die Freiheitskämpfer um Bolívar Ecuador, Peru und Bolivien befreit.

Simón Bolívar ist folglich Venezuelas Nationalheld - es gibt kaum einen Ort im Lande, der ihn nicht mit dem wichtigsten Platz "Plaza Bolívar" und/oder einem Standbild ehrt.

Im Jahr 1830 löste sich Venezuela aus dem Verbund von Gran Colombia. Die folgenden Jahre nach der Unabhängigkeit waren gekennzeichnet von schwerwiegenden Regierungsproblemen - eine Zeit der Tyrannen und Militärdiktatoren.

Entscheidende Demokratie erlangte Venezuela erst nach vielen, teilweise unruhigen Jahrzehnten im Jahr 1958 mit dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten Rómulo Betancourt.

Hugo Chavez

Die Präsidentschaftswahl von 1998 beförderte Hugo Chávez Frías in den Regierungspalast. Er versprach eine "friedliche und demokratische soziale Revolution". Sie verläuft aber alles andere als friedlich: Änderungen der Verfassung im Jahr 1999 und enorme Machtbefugnisse erregen Proteste und führen im April 2002 zu massiven Streiks und gewaltigen Auseinandersetzungen. Höhepunkt war ein Putschversuch, angeführt von ranghohen Militärs, der jedoch scheiterte. 2004 gewann Chávez einen weiteren Volksentscheid und festigte seine Macht immer weiter. Auch 2006 war er wieder Gewinner der Wahl. Chávez macht kein Geheimnis aus seinen Plänen, die Verfassung ein weiteres Mal abzuändern und somit im Jahr 2012 wieder zur Präsidentschaftswahl antreten zu können.


Palmen am Strand

Klima

Venezuela liegt geographisch in den Tropen und trotzdem findet man hier alle Klimatypen vor - vom tropisch feuchten Klima an der Küste bis zur alpinen Witterung in den schneebedeckten Anden. An der Karibikküste ist es ganzjährig tropisch heiß (ca. 28 Grad), wohingegen in den Anden tagsüber Temperaturen von 20-30 Grad herrschen und in den Nachtstunden auch einmal Minusgrade erreicht werden können.

In Venezuela unterscheidet man zwischen der Trockenzeit (Nov. bis April/Mai) und der Regenzeit (von Mai bis Oktober). Für Outdooraktivitäten, wie Wandern in den Anden, ist die Trockenzeit ideal. Auch in der Tiefebene der Los Llanos kann man zur Trockenzeit, mehr tierisches Treiben beobachten, denn dann tummeln sich alle Tiere an den verbleibenden Wasserquellen. Der Salto Angel hingegen schrumpft in der Trockenzeit zu einem spärlichen Rinnsal, ist aber zu den regenreichen Zeiten außerordentlich spektakulär.

In der Regenzeit muss man mit sintflutartigen Regengüssen rechnen, jedoch mit nicht mit Dauerregen. Beim Sightseeing von Städten und Dörfern sollte dies nicht so stören.


Medizinische Hinweise

Für die Einreise nach Venezuela ist europäischen Urlaubern keine Impfung vorgeschrieben. Doch laut des Auswärtigen Amtes empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Bei einer längeren Reisezeit über 4 Wochen sind auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus ratsam. Eine Gelbfieberimpfung wird für alle Gebiete außer der Nordküste und den Inseln empfohlen.

Ein hohes Risiko an Malaria besteht in den südlichen Regenwaldgebieten, insbesondere in den Provinzen Bolivar und Amazonas. Ein mittleres Risiko besteht in den Provinzen Delta Amacuro mit dem Orinoco-Delta und Sucre. Ein geringes Risiko besteht im Nordwesten. Malariafrei sind die mittleren Küstenabschnitte, die Höhenlagen, die Inseln und die Stadtgebiete. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) mit Malarone, Doxycyclin, Lariam ist sinnvoll, sollte aber unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenarzt/Reisemediziner besprochen werden.

Sonnebrille und ausreichend Sonnenschutzt

Folgende gesundheitsbewusste Maßnahmen sind generell zu beachten: kein Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus Flaschen trinken, Eiscreme und ungewaschenes ungeschältes Obst meiden, sich ausreichend vor der Sonne mit hohem Lichtschutzfaktor schützen.


Ein- und Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Bei der Einreise ist ein 6 Monate über die vorgesehene Aufenthaltsdauer hinaus gültiger deutscher Reisepass mitzuführen. Bei Einreise auf dem Luftweg wird jedem Touristen eine Einreisekarte im Flugzeug ausgehändigt, die zu einem Aufenthalt von i.d.R. bis zu 60 Tagen, nach unterschiedlicher Handhabung der venezolanischen Einreisebehörden gelegentlich auch länger, berechtigt. Die Touristenkarte (Tarjeta de turismo) müssen Sie ausfüllen und deren Kopie in Ihrem Pass aufheben, denn sie ist bei der Ausreise wieder abzugeben. Bewahren Sie sie deshalb sicher auf. Am besten fertigen Sie von Pass und Touristenkarte eine Kopie an. Bei der Ausreise per Flugzeug müssen Sie eine Flughafengebühr (Tasa Aeroportuaria Internacional) sowie eine Ausreisesteuer (impuesto de salida) in der Landeswährung oder in USD entrichtet. Bitte beachten Sie: ausländische Kreditkarten werden nicht akzeptiert! Diese Gebühren sind immer direkt von dem Reisenden an einem speziellen Schalter am Flughafen zu bezahlen und kann/darf seit kurzem nicht mehr in den Flugticketpreis einbezogen werden.

Infos zu den aktuellen Gebühren finden Sie auf der website des Aeropuerto Internacional de Maiquetia Simón Bolivar in Caracas:

http://www.aeropuerto-maiquetia.com.ve/

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern. Hier finden Sie die aktuellen Bestimmungen:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Venezuela/Sicherheitshinweise.html#t4


Waehrung Bolivar Fuerte

Währung

Die Währung Venezuelas ist der Bolívar Fuerte (neu seit 2008). In den Hauptstädten können Sie problemlos Geld tauschen oder mit Kreditkarte zahlen. Sie sollten jedoch Geld wechseln, bevor Sie außerhalb größerer Städte reisen. Legal tauscht man das Geld in Wechselstuben, den Cambios.

Wegen der instabilen venezolanischen Wirtschaft, der Regierungseingriffe in die offiziellen Wechselkurse und der hohen Inflationsrate sind die Preise in Venezuela sehr unbeständig und der Schwarzmarkt für USD und Euro Währungen blüht. Reisende werden von Geldwechslern angesprochen und können zu einem deutlich besseren Kurs tauschen. Man sollte jedoch über den aktuellen legalen und Schwarzmarkt-Wechselkurs Bescheid wissen, damit man nicht übers Ohr gehauen wird. Es empfiehlt sich daher mit Bargeld, was vor Ort getauscht werden kann, nach Venezuela zu reisen.


Strom

Sie benötigen einen Mehrfachadapter mit amerikanischer Norm.


Zeit

MEZ minus 5,5 Stunden im Winterhalbjahr, minus 6,5 Stunden während der europäischen Sommerzeit.


Venezolanisches Fremdenverkehrsamt

c/o Botschaft von Venezuela
Schillstr. 9-10/Ecke Wichmannstraße
D-10785 Berlin
Tel. 030/83 22 40 00, Fax 83 22 40 20


Rufen Sie uns an!
+49 (0)341 52 99 878
Schreiben Sie uns!
info@mio-tours.de
Reiseanfrage
für Ihre ganz
persönliche Rundreise
E-mail Formular
Deutsches Reiserecht Hanse Merkur
Mexico-Mio