Das nördliche Hochland Perus

Kathedrale Cajamarca Peru

Cajamarca

Die ruhige Stadt Cajamarca liegt nicht an der peruanischen Nordküste, sondern schon in den peruanischen Anden auf einer Höhe von 2720 m. Die Spanier lockten hier 1533 den Inka-Herrscher Atahualpa in den Hinterhalt und brachten ihn trotz der hohen "Lösegeldzahlung" um. Das "Cuarto del Rescate" (das "Lösegeldzimmer"), das angeblich bis zur Decke mit Gold und Silber gefüllt wurde, kann heute noch besichtigt werden. Cajamarca besitzt einen wunderschönen kolonialen Stadtkern und auch viele sehenswerte Ziele in der Umgebung, z.B. der "Canal de Cumbemayo" (Bewässerungskanal, der präzise in Naturstein gehauen wurde und eine hydraulische Meisterleistung darstellt) und die "Ventanillas de Otuzco" (in Fels gehauene Nischen).


Kuelap

Kuelap

Kuelap wird häufig in einem Atemzug mit Machu Picchu genannt. Die trutzige Festung liegt sehr exponiert auf einem Berg, ist relativ gut erhalten und bietet einen wunderschönen Blick über die Landschaft. Ihre Bauweise ist allerdings nicht mit der Inka-Architektur von Machu Picchu vergleichbar.
Kuelap wurde schätzungsweise um 1.000 n.Chr. von den Chachapoyas aus Millionen von Steinen erbaut. Die wuchtigen und sehr hohen Festungsmauern sind nur durch drei Tore zu durchqueren. Angreifer konnten nicht als großes Heer, sondern nur in kleinen Gruppen eindringen. Die Chachpoyas (übersetzt "Wolkenkrieger") setzten sich auch lange Zeit gegen die Herrschaft der Inka zur Wehr. Innerhalb der Mauern befindet sich eine 0,5 km lange Siedlung. Neben den Überresten der typischen Rundbauten mit Zick-Zack-Friesen der Chachapoyas fasziniert ein inzwischen vorbildlich wiederhergestelltes Gebäude: Es wird "El Tintero" genannt, denn es hat die Form eines Tintenfasses. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass in Kuelap zwischen 2.000 bis 3.000 Personen gelebt haben.


Catarata de Gocta

Die Region Chachapoyas

Rumd um die Kleinstadt Chachapoyas, die im nördlichen Bergnebelwald Peru's auf gemäßigten 2.335 m Höhe liegt, befinden sich unzählige sehenswerte Ausgrabungsstätten und reizvolle Landschaften.

Die "Catarata de Gocta" (Gocta Wasserfall) zählt mit ca. 771 m zu den höchsten Wasserfällen der Welt. Erst 2005 wurde er von einem deutschen Forscher und seinem Team vermessen. Der Anblick ist spektakulär: zwischen den zum Teil dicht bewaldeten Bergrücken stürzt sich ein nicht abreißenwollender Schwall Wasser in die Tiefe. Ab Cocachimba führen von lokalen Guides geführte Touren in 2 - 3 Stunden - abhängig von der individuellen Wandergeschwindigkeit - zum unteren Backen des Wasserfalls. In der Regenzeit führt der Gocta Wasserfall sehr viel Wasser, in der Trockenzeit können "Wagemutige" im Becken unterhalb baden. Der Rückweg kann recht beschwerlich sein, denn der lange Aufstieg wird in der Sonne anstrengend - bei vielen Touren werden deswegen Pferde für den Rückweg angeboten.

Karajía

Bei den Sarkophagen von Karajía handelt es sich um eine besondere Grabstätte, die auf einen kahlen Felsvorsprung gebaut wurde. Die Chachapoyas fertigten aus Lehm und Holz Sarkophage in menschlicher Form. In ihrem Inneren bestatteten sie Mumien. Forscher vermuten, dass hier nur wichtige Vertreter der Chachapoyas-Kultur beigesetzt wurden.
Vom Parkplatz erreicht man Karajía in ca. 45 Geminuten.

Auch Revash ist eine alte Begräbnisstätte der Chachapoyas. Die kleinen, bunten Grabhäuschen wurden an heute unzugänglichen Felsvorsprüngen konstruiert. Leider wurden die Gräber geplündert, doch Forscher fanden hier trotzdem noch Skelette und einige Gebrauchsgegenstände wie Werkzeuge, Keramiken und Musikinstrumente.


Leimebamba

Die Kleinstadt Leimebamba (auch Leymebamba) erinnert mit den urigen Gässchen und der überschaulichen Plaza de Armas, auf der das öffentliche Leben stattfindet, an ein typisches Andenstädtchen. Leimebamba ist "Durchgangsstation" für Reisende, die von Chachapoyas weiter nach Cajamarca reisen möchten. Allerdings hat das kleine Städtchen ein sehr sehenswertes Museum: das Museo Leimebamba. Hier lagern die Mumienbündel, die an der Laguna de los Cóndores gefunden wurden, in einem extra dafür konzipierten Raum. Außerdem werden interessante Artefakte der Kultur der Chachapoyas gezeigt.

Die Láguna de los Condores geriet 1996 ins Blickfeld von Wissenschaftlern und Medien. Hier wurden Chullpas mit über 200 Mumienbündeln gefunden. Damit sie von Umwelteinflüssen nicht zerstört werden, wurden sie alle in das neu gebaute Museum in Leimebamba überführt. Die Lagune ist nur durch eine mehrtägige, anstrengende Wanderung zu erreichen.

Rufen Sie uns an!
+49 (0)341 52 99 878
Schreiben Sie uns!
info@mio-tours.de
Reiseanfrage
für Ihre ganz
persönliche Rundreise
E-mail Formular
Deutsches Reiserecht Hanse Merkur

Rundreisen

Mexico-Mio