Mein Ecuador

Ecuador ist vor allem für die Galapagos Inseln, die vor der Küste des Andenstaates liegen, bekannt. Aber auch die anderen Landesteile laden zu einer abwechslungsreichen Rundreise ein. Im Norden grenzt Ecuador an Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Süden an Peru und im Westen befindet sich der Pazifische Ozean.


Allgemein

Ecuador gehört zu den kleinen Ländern Südamerikas, verfügt jedoch über eine der größten Biodiversitäten der Welt. Der Andenstaat kann geografisch in vier Regionen eingeteilt werden: Die Küste ("la costa"), die etwa ein Viertel der Landesfläche einnimmt, das Hochland ("la sierra") mit den schneebedeckten Anden, das artenreiche Amazonasgebiet ("la selva") und die Galapagos Inseln, welche aus mehreren vulkanischen Inseln bestehen und Heimat einer vielfältigen Flora und Fauna sind.

Die Küstenregion Ecuadors bietet seinen Besuchern kleine Fischerdörfer, aber auch größere Badeorte mit viel Unterhaltung, z.B. Atacames im Norden oder Salinas im Süden an. Von Norden nach Süden, entlang des Pazifiks, führt Sie die "Ruta del Sol“ vorbei an Fischerdörfern, Mangrovensümpfen, Naturreservaten und archäologischen Stätten wie Agua Blanca.

Cotopaxi Vulkan Ecuador

Die Anden, die Ecuador von Norden nach Süden durchziehen, bieten ihren Besuchern eine große Bandbreite an Freizeitaktivitäten. So können Sie hier einen der höchsten aktiven Vulkane der Erde besteigen - den Cotopaxi. Mit seinen 5.897 m ist es der zweithöchste Berg Ecuadors. Er ist ca. 50 km von der Hauptstadt Quito entfernt und gehört zu den meistbesuchten Gipfeln Südamerikas. Neben der Besteigung der ecuadorianischen Gipfel lohnt auch der Besuch der Kolonialstadt Quito. Die Altstadt mit ihren schönen Gebäuden stammt noch aus der spanischen Kolonialzeit und ist in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen worden. Reist man weiter in den Süden, Richtung Cuenca, bietet sich ein atemberaubender Blick auf die bergige Kulisse. Zahlreiche Vulkane säumen den Weg von Norden nach Süden - angefangen vom Cayambe bis zum erloschenen Chimborazo bei Riobamba, dem mit 6.310 Metern höchsten Berg Ecuadors. Sie alle gehören zu der "Allee der Vulkane" - eine allzu treffende Bezeichnung, die auf den deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt zurückzuführen ist. In Cuenca, knapp 500 km südlich von Quito, verzaubern der wunderschöne koloniale Stadtkern und das angenehme Flair. Cuenca gilt als Kulturhauptsstadt Ecuadors - alle zwei Jahre findet hier die internationale Kunstbiennale statt.

Schildkröte Galapagos Ecuador

Der Amazonasregenwald nimmt etwa 45% des Landes ein - die Biodiversität pro Quadratkilometer ist gigantisch. Das Fortbewegungsmittel Nr. 1 ist hier das motorisierte Kanu. Nehmen Sie unbedingt an einer Entdeckungstour durch die Tier- und Pflanzenwelt teil. Hier im Urwald ist es nie still: Papageien kreischen und ein ständiges Zirpen und Summen wird Sie begleiten.

Die Galapagos Inseln gehören zweifelsohne zu den schönsten Reisezielen der Welt. 1.050 Kilometer vom Festland entfernt, sind sie ein Eldorado für Touristen und Wissenschaftler.  Hier erleben Sie hautnah Seeleguane, riesige Schildkröten, Pelzrobben und Seelöwen. Der englische Naturforscher Charles Darwin beobachtete hier die sogenannten Darwin-Finken, die die Grundlage für seine 20 Jahre später veröffentlichte Evolutionstheorie bildeten.


Kunsthandwerk Ecuador

Menschen und Kultur

In Ecuador leben rund 13,5 Mio. Menschen, wobei der Anteil der indigenen Bevölkerung mit ca. 36% vergleichsweise groß ist. Amtssprache ist Spanisch - in den Anden sprechen viele Ecuadorianer jedoch auch noch die traditionelle Sprache Quechua.
Das Land ist von einer zunehmenden Verstädterung und einer starken Landflucht betroffen. Die zwei größten Städte sind Guayaquil an der Pazifikküste und Quito in den Anden. Außerdem versuchen viele junge Leute in die USA und nach Europa auszuwandern.
Kulturell hat das kleine Land erstaunlich viel zu bieten: der bekannteste zeitgenössische Künstler ist Oswaldo Guayasamín, dessen Wandgemälde Sie schon auf der Hinreise nach Ecuador bewundern können, falls Sie über den Flughafen Barajas in Madrid fliegen. Er wird der sozialkritischen Strömung des "Indígenismo" zugerechnet.
Wer sich für das ecuadorianische Kunsthandwerk interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher in den betriebsamen Ort Otavalo machen. Hier werden erstklassige Teppiche und Baumwolltücher gewebt. Aber auch kunstvolle Stickereien sind von den Kunsthandwerkermärkten Ecuadors nicht wegzudenken.
Besonders berühmt ist der Panama-Hut, der ebenfalls in ecuadorianischen Küstenstädten hergestellt wird. Montechristi gilt als wichtigster Produktionsort für den "sombrero de paja toquilla" - hier wird die feine Flechtarbeit auch noch zu erschwinglichen Preisen angeboten.


Geschichte

Die ältesten Kulturen Ecuadors (die Valdivia- und die Machalilla-Kultur) werden von Wissenschaftlern anhand der Keramik- und Knochenfunde für die Zeit ab 3200 v. Chr. eingeordnet. Das Volk der Chorreras, das neben Keramik erste Schmuck- und Gebrauchsgegenstände aus Gold, Silber und Kupfer herstellte, gilt als erste expansive Kultur. Es ist möglich, dass sie die Kulturen Mittelamerikas mit denen im Gebiet des heutigen Perus verband. Im 11. Jahrhundert erlangten dann gleich zwei Volksgruppen große Macht: Die Cara in der Küstenregion und die Quitu in den ecuadorianischen Anden. Sie verbanden sich zu den Shyri und regierten das Land für mehrere Jahrhunderte. Heute wird die Ausgrabungsstätte Cochasquí, die sich ca. 2 h im Norden von Quito befindet, den Shyri zugeschrieben.

Inka-Ruinen Cojitambo Cañar Ecuador

Im 15. Jahrhundert hatten die Inkas ihre Macht in Ecuador gefestigt und integrierten das Land in ihr "Chinchasuyo", ihr "Land des Nordens". Der Norden des streng organisierten Inka-Staates wurde von Atahualpa regiert, der sich einen Krieg mit seinem Bruder Huascar lieferte. Als die Spanier 1530 in Tumbés landeten, trafen sie auf einen geschwächten Inka-Herrscher. Die Spanier brachten nicht nur Atahualpa um, sondern zerstörten auch so gut wie alle Inka-Bauten in Ecuador.
1534 gründete Sebastián de Benalcázar die Stadt San Francisco de Quito. Das Land wurde zunächst dem Vizekönigreich Peru und später dem Vizekönigreich Neu-Granada unterstellt. Die Unabhängigkeitsbewegungen erlangten im 19. Jahrhundert an Kraft: Quito wurde bereits im August 1809 autonom, 1820 folgten Guayaquil und Cuenca. Die Schlacht von Pichincha erlangte Berühmtheit, weil hier unter Führung von Antonio José de Sucre die Kolonialzeit für ganz Südamerika für immer beendet wurde. 1822 wurde das Großkolumbianische Reich ausgerufen, dessen Präsident Simón Bolívar wurde. Doch schon kurze Zeit später verließen Venezuela und Ecuador den Staatenverbund.

Kathedrale Cuenca Ecuador

1830 war dann das Gründungsjahr für die Republik Ecuador. Die Republik war von Beginn an zweigeteilt - es herrschte eine große Rivalität zwischen dem konservativen Andenhochland ("Sierra") und der liberalen Küstenregion. Zwischen 1895 und 1920 waren die Liberalen unter dem heutigen Nationalhelden Eloy Alfaro an der Macht. Er setzte z.B. Die Trennung von Kirche und Staat durch und enteignete die katholischen Großgrundbesitzer. In dieser Zeit war Ecuador auch der wichtigste Kakao-Exporteur weltweit. Die Folgejahre waren von raschen politischen Wechseln und Umstützen gekennzeichnet. Während des 2. Weltkrieges brachen Grenzkonflikte zwischen Ecuador und Peru aus, die zwei Mal in Kriegen mündeten. Nach dem Kakao-Boom kam es in den 1940ern zu einem Bananen-Boom, der jedoch wieder in einer Wirtschaftskrise Ecuadors mündete. Auch der Ölboom brachte dem Land keinen Reichtum, sondern führte zu Umwelt- und Naturzerstörung. 2001 wurde der US-Dollar als Landeswährung eingeführt. Derzeit ist Rafael Correa der Präsident Ecuadors - er gehört einer linken politischen Strömung an.


Strand Ecuador

Klima 

Der Name "Ecuador" hängt mit der Lage des südamerikanischen Landes direkt am Äquator zusammen. Daraus resultiert auch das sogenannte "Tageszeitenklima" - über das Jahr hinweg gibt es keine großen Temperaturschwankungen, aber während des Tages sind die Schwankungen um so größer. In den Anden äußert sich dieses Klima während der "Regenzeit" von Oktober bis Mai in Sonnenschein bis zum frühen Nachmittag sowie Bewölkung und zum Teil heftige Regenfälle am Nachmittag. An den Abenden kann es neblig und sehr kühl werden. In der Zeit von Juni bis September herrscht dann "Trockenzeit" mit Wind und viel Sonnenschein in den Anden.
Am Strand herrschen das gesamte Jahr über hohe Temperaturen. Von Januar bis April gibt es hier eine kurze Regenzeit bei weiterhin angenehmer Wärme. In Ecuador lässt sich zwei Mal im Jahr ein besonderes Phänomen beobachten: Wenn die Sonne im März und im September im Zenit steht, gibt es um 12:00 Uhr so gut wie keine Schatten. Das sieht man besonders gut an dem Denkmal "Mitad del Mundo" in der Nähe von Quito.
Das Klima im Regenwald ("selva") ist ganzjährig feuchtheiß. Mit Niederschlägen muss immer gerechtnet werden. Die Monate August sowie Dezember bis April sind jedoch vergleichweise "trocken".


Medizinische Hinweise

Laut dem Auswärtigen Amt empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Bei einer längeren Reisezeit über 4 Wochen sind auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus ratsam.

Bei einer Einreise aus Gelbfiebergebieten ist eine Impfung vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung wird auch angeraten, wenn Sie in die ecuadorianischen Regenwaldgebiete östlich der Anden fahren.

Lagune Nationalpark Sangay Ecuador

Schon bei einer Ankunft in Quito kann sich die Höhe bemerkbar machen. Grundsätzlich sollte man sich in den Anden zunächst an hohe Höhen gewöhnen, bevor man Wanderungen und anstrengende Touren unternimmt.

Einige Teile Ecuadors (an der Küste sowie im Regenwald) gehören zu Malaria- und Dengue-gebieten. Sie sollten sich im Vorfeld der Reise vom Tropenarzt/Reisemediziner beraten lassen.

Genauere Informationen gibt es auch beim Auswärtigen Amt.


Sicherheit

Wie alle anderen lateinamerikanischen Staaten ist Ecuador durch einen großen gesellschaftlichen Gegensatz zwischen "arm" und "reich" gekennzeichnet. Dementsprechend sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einige Hinweise beachten.

Generell gilt, dass Sie keine Wertgegenstände - weder Schmuck noch Kamaras u.ä. - offen zur Schau stellen sollten. Vermeiden Sie es, allein unterwegs zu sein - vor allem in der Dunkelheit. Nehmen Sie nur registrierte Taxis oder lassen Sie sich Ihr Taxi im Hotel / Restaurant telefonisch bestellen. Bei Menschenansammlungen sollten Sie verstärkt auf Ihre Wertsachen achten. Verschließen Sie Geld und andere Wertsachen, die Sie bei Ihren Tagesausflügen nicht brauchen, im Hotelsafe. Machen Sie von Ihrem Pass eine Kopie (auch vom Einreisestempel) und verschließen Sie Ihren Pass im Hotelsafe.

Derzeit kursiert in Ecuador leider die Methode, Menschen mit KO-Tropfen zu betäuben und auszurauben. Nehmen Sie deswegen keine Getränke von fremden Personen an. Auch bei Hand- und Flugzetteln sollten Sie vorsichtig sein.


Ein- und Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Für touristische Aufenthalte in Ecuador (bis zu 90 Tagen) müssen deutsche Staatsangehörige vor Reiseantritt kein Visum einholen. Der Reisepass muss bei Reiseantritt mind. 6 Monate gültig sein.


Währung

Seit 2000 ist der US-Dollar offizielle Landeswährung. Gängige Reiseschecks und Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. An den Geldautomaten kann man mit der EC-Karte jederzeit Dollar abheben.


Strom

Sie benötigen einen Mehrfachadapter mit amerikanischer Norm.


Zeit

Differenz zur MEZ: − 06:00 in Quito, Guayaquil

Differenz zur MEZ: − 07:00 Galapagos Inseln

Während der Sommerzeit (MESZ): - 7 bzw. - 8 h


Fremdenverkehrsamt

Botschaft der Republik Ecuador

Kaiser Friedrich-Strasse 9010585 BerlinTel: 030 - 2386217Fax: 030 – 34787126

Englische Webseite: http://www.ecuador.travel/en/

Deutsche Webseite: http://www.visitecuador.de/


Wissenswertes für Ihre Reise

 

Trinkgeld

Dem Reiseleiter oder Servicepersonal ein Trinkgeld zu geben, ist kein Muss- jedoch wird es gern gesehen.

Für eine Gruppentour sollten Sie ca. 3-5 USD pro Tag und pro Person für den Reiseleiter veranschlagen.

Für eine privat geführte Tour können es auch 5-10 USD pro Tag und pro Person sein.

Der Fahrer erhält ca. die Hälfte dieses Betrages.

Bei einem längeren Ausflug auf die Galapagos Inseln (beispielsweise bei einer Kreuzfahrt mit Bordpersonal und Reiseleitern) können 25-50 USD p.P. und Woche beiseite gelegt werden, welche später von der Crew selbst aufgeteilt werden.

 

Portiers oder Zimmermädchen können Sie 1 USD pro Tag für den Service geben.

Bei Taxifahrten ist es ratsam den Betrag vorher auszuhandeln. Aber auch wenn die Fahrt mit Taxometer stattfindet, ist es nicht notwendig ein Trinkgeld zu geben.

 

In billigeren Restaurants sind 5-10% des Betrages als Trinkgeld sinnvoll. Teurere Restaurants inkludieren in ihre Rechnung bereits eine 12% IVA Steuer und eine Servicegebühr in Höhe von 10%. Falls der Service außerordentlich gut war, können Sie dem Kellner auch noch ein Extra-Trinkgeld geben.

 

Kleidung

Je nach Region müssen Sie an verschiedene Kleidungsstücke denken. In den Andengebieten kann es abends sehr kalt werden und wärmere Kleidung wird notwendig (Fleece, Funktionssachen). Im Regenwald empfiehlt sich lange, helle Kleidung. Denken Sie auch an ausreichend Sonnencreme (ab LSF 30) und Mückenschutz, da diese notwendig sind und in Ecuador nur sehr teuer erworben werden können.

Achten Sie beim packen auch darauf, dass bei Inlandsflügen ggf. nur maximal 20 Kilogramm pro Person mitgenommen werden dürfen.

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